Nachdem die LTi Giessen 46ers einen Insolvenzantrag gestellt haben, werden dem Verein vier Punkte abgezogen.

"Die LTi Giessen 46ers nehmen am Spielbetrieb weiter teil, jedoch werden dem Klub, sobald der schriftliche Nachweis des Insolvenzantrages bei der Beko BBL vorliegt, vier Wertungspunkte abgezogen", teilte BBL-Geschäftsführer Jan Pommer mit.

Der Traditionsverein darf also trotz allem hoffen, dass es weitergeht. "Ich bin froh, dass ich durch den Insolvenzantrag nun frühzeitig Maßnahmen einleiten kann, um die mögliche Insolvenz abzuwenden", erklärte der vorläufige Insolvenzverwalter Tim Schneider.

Der Rechtsanwalt erklärte, dass 46ers-Geschäftsführer Heiko Schelberg bei seinem Amtsantritt ein erhebliches Päckchen übernommen habe.

"Durch eine Umsatzsteigerung konnten bislang Altlasten in Höhe von 320.000 Euro zurückgeführt werden", erklärte Schneider:

"Bestehende Altverbindlichkeiten und Bankverbindlichkeiten in Höhe von ca. 900.000 Euro führten dazu, dass der Gesamtetat für die laufende Saison, ohne Vorgriff auf die zukünftigen Sponsorengelder, lediglich 900.000 Euro beträgt."

Schneider stellte klar: "Gießen ohne Basketball ist nicht vorstellbar. So kritisch wie jetzt war die Situation allerdings noch nie, sowohl sportlich als auch finanziell. Sollte das Insolvenzverfahren eröffnet werden, so hat sich Bundesliga-Basketball in Gießen erledigt."

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