Die Giessen 46ers aus der Beko BBL befindet sich auf dem besten Weg, die drohende Insolvenz abzuwenden. Aktuell liegen dem Traditionsverein aus Hessen nach eigenen Angaben feste Zusagen über die Schließung der Liquiditätslücke in Höhe von 360.000 Euro vor.

"Dennoch kann der Insolvenzantrag erst dann zurückgezogen werden, wenn der volle Betrag eingezahlt wurde. Noch ist also ein kleiner Weg zu gehen, die Vorarbeiten wurden jedoch durchgeführt", sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Tim Schneider.

Die Summe wird benötigt, um den Spielbetrieb bis zum Saisonende fortzuführen. Bis zum 1. Februar 2013 muss der Betrag auf einem Rechtsanwaltskonto eingegangen sein, um dann auf das Konto des BBL-Klubs transferiert zu werden.

Gleichzeitig gab der Klub bekannt, dass die Leistungsträger LaQuan Prowell und Ryan Brooks die 46ers mit sofortiger Wirkung. Beide schließen sich Liga-Kontrahent Fraport Skyliners Frankfurt an.

"Mit ihren tollen Leistungen haben LaQuan und Ryan natürlich das Interesse anderer Vereine geweckt", so 46ers-Geschäftsführer Heiko Schelberg. "Beide haben, wie das gesamte Team, zu jeder Zeit vollen Einsatz gebracht. Wir werden sie in sportlicher und menschlicher Hinsicht sehr vermissen und wünschen ihnen für die Zukunft alles Gute."

Power Forward Prowell erzielte diese Saison durchschnittlich 12, 4 Punkte und trat beim Dreier-Contest beim Beko BBL ALLSTAR Day an. Brooks war mit mit 15, 9 Punkten im Schnitt sogar Topscorer der 46ers.

Die finanzielle Situation in Gießen bleibt indes trotz der voraussichtlichen Abwendung der Insolvenz angespannt.

"Können wir die Insolvenz abwenden, so benötigen wir auch in Zukunft jede Zuwendung, die wir von Sponsoren, Fans und Unterstützern bekommen können", sagte Geschäftsführer Heiko Schelberg: "Die Situation ist weiterhin alles andere als komfortabel. Die Rechnung geht nur dann auf, wenn wir es schaffen, alle weitere anfallenden Zahlungen zu begleichen und die Altlasten nach und nach abzubauen."

Ziel des Klubs sei es, im kommenden Jahr einen Neuanfang in der 2. Liga Pro A zu starten. Man wolle "Fehler, die in der Vergangenheit gemacht wurden, nicht wiederholen".

Am 21. Dezember 2012 hatte der Verein einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Gießen gestellt. Nötig wurde dieser aufgrund einer Liquiditätslücke in Höhe von 360.000 Euro zur Sicherstellung des laufenden Spielbetriebs.

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