Die Stimmung bei den Brose Baskets Bamberg ist endgültig im Keller.

Manager Wolfgang Heyder hat von den schwachen Leistungen des deutschen Meisters genug. "Wenn der Engagierteste der Trainer ist, dann machen wir etwas falsch", sagte der 56-Jährige nach der Niederlage bei den Telekom Baskets Bonn (93:98).

Einmal in Rage geredet, legte der Geschäftsführer nach und nahm sich auch einzelne Spieler zur Brust.

"Ganz krass fand ich Karsten Tadda und Alex Renfroe. Beide haben in keiner Situation den Mann vor sich gehalten", so Heyder: "Daneben lag für mich auch Sharrod Ford, der war überhaupt nicht anwesend. Und A. J. Ogilvy hat keinen einzigen Rebound geholt."

Bamberg ist in der Beko BBL zwar weiterhin Tabellenführer, hat aber von den vergangenen elf Pflichtspielen wettbewerbsübergreifend nur eins gewonnen, gegen die bereits als Absteiger feststehenden LTi Giessen 46ers.

Der Vorsprung auf Verfolger EWE Baskets Oldenburg ist in der Liga weiter geschrumpft (44:12 gegenüber 42:16).

Mit Matt Walsh, Maik Zirbes und John Goldsberry fehlen den Franken derzeit zwar gleich drei wichtige Spieler verletzt. Heyder lässt dies aber nicht als Entschuldigung für die schlechten Ergebnisse gelten.

Dem Manager ist vor allem die Abwehrarbeit ein Dorn im Auge. "Unsere Verteidigung hat einfach zu wenig Biss gezeigt. Wir waren immer einen Schritt zu langsam. Am Ende kann man da fast keinen ausnehmen", kritisierte Heyder:

"Insgesamt müssen wir uns einfach wieder darauf besinnen zu verteidigen. Das reicht so nicht."

Für die Playoffs ist Bamberg bereits qualifiziert. Dass der Double-Gewinner erneut als Hauptrundensieger in die Meisterrunde startet, ist allerdings mehr als fraglich. Am Mittwoch (20.00 Uhr) wartet wieder eine schwierige Aufgabe.

Im fünftletzten Spiel vor der K.o-Runde geht es gegen drittplatzierten Vizemeister ratiopharm Ulm (40:18).

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