ALBA Berlin, Bayern München und Bamberg - diese drei Mannschaften werden wahrscheinlich um die Meisterschaft in der Beko BBL kämpfen. Doch während der FC Bayern und Bamberg kräftig in ihre Teams investieren, üben sich die Berliner in Zurückhaltung.

"Geduld ist etwas, woran man sich als Sportler immer gewöhnen muss, weil jeder Spieler, der im Training ist, immer das Maximum haben will. Aber wir wissen, dass wir eine junge Mannschaft haben, in der wir viel Zeit und Arbeit investieren müssen. Das wird ein langer und harter Prozess sein", sagte ALBA-Sportdirektor Mithat Demirel SPORT1.fm.vor dem Champions Cup gegen die Brose Baskets (20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1)

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Nach zwölf Zu- und elf Abgängen steht ALBA vor dem größten Umbruch der jüngeren Vereinsgeschichte. All die neuen Spieler und Charaktere zu einer Einheit zu formen erfordert viel Training, aber auch Geduld.

Inwieweit die Arbeit von Trainer Sasa Obradovic schon Früchte trägt, kann im Spiel um den Champions Cup gegen Meister Brose Baskets Bamberg schon begutachtet werden.

"Das Spiel ist jetzt sehr früh in der Saison und natürlich ist eine Mannschaft im Vorteil, die in den letzten vier Jahren die Meisterschaft gewonnen hat. Ihre Korsettstangen, die sie schon seit Jahren haben, haben sie auch weiterhin und sind dementsprechend gut eingespielt."

An dem Aufkommen des großen Wettrüstens - insbesondere durch den FC Bayern und Bamberg - will sich ALBA nicht beteiligen. An der bisherigen Linie wolle man festhalten.

"Die Rahmenbedingungen in dieser Liga haben sich extrem verändert. Da haben wir unseren Weg und den werden wir weiter gehen - egal was die anderen machen. Wir werden nicht auf Kosten der Zukunft leben."

Das an dieser Entwicklung ausschließlich der FC Bayern verantwortlich sei, wollte Demirel aber so nicht stehen lassen.

"Ich würde die Entwicklung der Liga nicht nur auf den FC Bayern reduzieren. Die Liga hat sich in den letzten fünf Jahren positiv entwickelt. In dieser Zeit haben sich die Etats verdoppelt und das ohne den FC Bayern. Und sowas hilft natürlich, die Liga zu entwickeln."

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