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Marco Baldi wurde 2009 zum Vereinsfunktionär des Jahres ausgezeichnet
Marco Baldi von ALBA Berlin wünscht sich in Spiel 2 gegen den FC Bayern den "besten deutschen Schiedsrichter" © getty

22:50 Freiwürfe - die Schiedsrichter-Leistung bei ALBA Berlins Niederlage gegen den FC Bayern in Finalspiel 1 der Beko BBL sorgte bei den "Albatrossen" nicht nur im Nachhinein für Ärger.

Die Debatte könnte auch Auswirkungen auf Spiel 2 haben (Do., ab 18 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und LIVESTREAM).

"Es kann nicht sein, dass die zwei Drittel aller Punkte dadurch machen", beschwerte sich Marco Baldi über das Referee-Gespann um Boris Schmidt in der "BZ".

Berlins Geschäftsführer machte dabei indirekt auch Druck auf die Beko BBL: "Ich gehe davon aus, dass wir am Donnerstag den besten deutschen Schiedsrichter in Berlin zu Gast haben."

Gemeint ist damit Robert Lottermoser, von dem sich Baldi auch ein anderes Vorgehen gegen Bayerns MVP Malcolm Delaney erhofft:

"Der und seine Breakdance-Einlagen!", so der ALBA-Lenker. "Der geht grundsätzlich dem Gegner ins Gesicht und bekommt aber jedes Mal das Foul für sich. Zehn Versuche, zehnmal hat es geklappt. Lottermoser wird auf die Bauerntricks nicht reinfallen."

Auch ALBA-Coach Sasa Obradovic hatte Delaney nach der Partie Schauspielerei vorgeworfen.

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Dass sich Berlin zum ohnehin üblichen Referee-Wechsel zwischen Finalspielen äußert, verwunderte indes nicht nur Bayerns Sportdirektor Marco Pesic.

"Auch wir debattieren mal über Schiedsrichter, das ist normal", sagte Pesic der "BZ", "doch dass jetzt versucht wird, Ansetzungen von Schiedsrichtern zu bestimmen, ist neu und ungewöhnlich. Wer der beste Schiedsrichter ist, das muss die BBL beurteilen."

Auch sein Vater, Bayern-Trainer Svetislav Pesic, zeigte sich von der Schiri-Kritik verwundert: "Ich bin überrascht. Zu meiner Zeit war das nicht der Fall. Damals haben wir nur über uns nachgedacht. Ein Klub mit so großer Tradition braucht sich keine Gedanken über andere zu machen."

Wie seine Spieler mit der Kulisse in Berlin, wo Pesic zwischen 1993 und 2000 Trainer war, umgehen, "da bin ich auch neugierig", verriet der Serbe. Er als Trainer wolle seinem Team helfen, "den Rhythmus nicht zu verlieren und die Kontrolle zu behalten".

Trotz ALBAs Beschwerde über das Freiwurf-Missverhältnis in Spiel 1 erzählt die Bilanz von 22:50 nicht die komplette Geschichte: Insgesamt pfiffen die Schiedsrichter 34 Fouls gegen Berlin, 26 gegen Bayern.

Allerdings führten die Fouls der Berliner öfter zu Freiwürfen, die der FC Bayern mit 78 Prozent auch stark verwertete - ALBA traf dagegen nur schwache 59 Prozent von der Linie.

Hier weiterlesen: Schauspielerei: Obradovic wütet gegen Bayern

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