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Andrea Trinchieri wurde bei Unics Kazan zum Trainer des Jahres im Eurocup gekürt © getty

Andrea Trinchieri ist neuer Trainer der Brose Baskets Bamberg.

Der 46-jährige Italiener kommt vom russischen Spitzenklub Unics Kasan und wird beim sechsmaligen deutschen Basketball-Meister Nachfolger des US-Amerikaners Chris Fleming, der Ende Mai nach sechs erfolgreichen Jahren mit vier Meistertiteln und drei Pokalsiegen entlassen worden war.

Trinchieri hat einen Dreijahresvertrag unterschrieben.

"Bamberg hat realistische Ziele. Sie wissen, wo sie hin wollen, und sind bereit zu tun, was nötig ist, um wieder dorthin zu gelangen", sagte Trinchieri bei seiner Vorstellung: "Ich habe mich jetzt gegen Geld und für Stabilität entschieden."

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Trinchieri hatte Kasan in der abgelaufenen Saison bis ins Finale des Eurocups geführt und wurde im zweithöchsten Europapokalwettbewerb nach der Euroleague als Trainer des Jahres ausgezeichnet.

Erst Mitte der vergangenen Woche wurde Trinchieri als Nationalcoach Griechenlands seiner Aufgaben entbunden. Grund für die Trennung trotz laufenden Vertrages war das enttäuschende Abschneiden bei der EM 2013 in Slowenien (11.).

Ohne Doppelfunktion kann sich Trinchieri ganz auf Bamberg konzentrieren und soll den erfolgsverwöhnten Klub nach dem Viertelfinal-Aus in den Playoffs gegen die Artland Dragons (1:3) zurück zu alter Stärke führen.

Auf Trinchieri, der vor fünf Jahren in seiner Heimat in Pallacanestro Cantu erstmals einen Erstligisten übernommen hatte, wartet nicht zuletzt wegen Flemings großer Erfolge eine schwierige Aufgabe.

"Wir freuen uns, in Andrea einen sehr erfahrenen Trainer gewonnen zu haben. Er spielt sehr europäisch, was ich persönlich sehr schätze. Hinzu kommt, dass er mit Strukturen wie in Bamberg bereits vertraut ist. Ich bin der Meinung, dass er unser Gesamtprogramm definitiv viele Schritte nach vorne bringen wird", sagte Bambergs scheidender Sportdirektor Wolfgang Heyder, der sein Amt als Geschäftsführer mit dem Aus für Fleming bereits niedergelegt hatte.

Unter Trinchieri kommt es zu einem großen Umbruch.

Die langjährigen Stützen John Goldsberry und Casey Jacobsen haben ihre Karrieren beendet, deren US-Landsleute Jared Jordan und Sharrod Ford erhalten keine neuen Verträge.

"Wir wollen dem neuen Trainer weitest möglichen Freiraum bei der Zusammenstellung der neuen Mannschaft geben. Das hat diese Entscheidung unumgänglich gemacht", so Heyder.

Auch Chris Flemings Assistent Arne Woltmann, neuer Co-Trainer der Nationalmannschaft, muss gehen.

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