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Marko und Svetislav Pesic üben weiter Kritik an der BBL © imago

Die Basketball Bundesliga hat mit Unverständnis auf die Attacken der Verantwortlichen von Bayern München gegen Geschäftsführer Marco Baldi von Pokalsieger Alba Berlin reagiert.

"Wir finden das abwegig", sagte BBL-Sprecher Dirk Kaiser.

Bayern-Geschäftsführer Marko Pesic hatte seinen Amtskollegen Baldi nach dem 92:86 (39:48)-Sieg im dritten Finalspiel der Play-offs (Stand: 2:1) scharf angegriffen.

"Ein Präsidiums-Mitglied der Basketball-Bundesliga kann sagen, was er will, Schiedsrichter bestimmen und so weiter, und es gibt keine Konsequenzen", sagte der frühere Alba-Profi.

Pesic vertritt die Meinung, dass Baldi vor dem zweiten Finale die Ansetzung von Referee Robert Lottermoser eingefädelt hat, nachdem Alba-Trainer Sasa Obradovic dies gefordert hatte.

"Das Präsidium hat nichts mit den Schiedsrichteransetzungen zu tun. Dafür gibt es einen unabhängigen Schiedsrichteransetzer. Dass Robert Lottermoser zum Einsatz gekommen ist, stand vor den überflüssigen Eingaben von Alba Berlin fest", stellte Kaiser klar.

Marko Pesic, der am Sonntagabend gemeinsam mit seinem Vater, Bayern-Trainer Svetislav Pesic, zum Rundumschlag ausholte, thematisierte auch noch einmal das Wiederholungsspiel aus dem Viertelfinale gegen die MHP Riesen Ludwigsburg.

"Wir müssen versuchen, jemanden von uns ins Präsidium zu bekommen, um zu entscheiden, ob Spiele wiederholt werden, und um zu sagen, was wir wollen", so Pesic.

Auch diese Kritik kann die BBL nicht nachvollziehen. Bei solchen Themen seien Präsidiumsmitglieder "überhaupt nicht involviert", so Kaiser.

Die Entscheidung liege beim Spielleiter und dem Schiedsgericht.

Das vierte Spiel zwischen Ludwigsburg und München (75:82) war nach einem Schiedsrichterfehler wiederholt worden.

Die Bayern gewannen "im Nachsitzen" 86:68 und zogen ins Halbfinale ein.

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