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Marko Pesic spielte als Aktiver selbst für ALBA Berlin © getty

Der öffentlich ausgetragene Streit zwischen ALBA Berlin und Bayern München während der Finalserie um die deutsche Meisterschaft geht in die nächste Runde.

Jetzt geht der Aufsichtsratschef der Berliner den Gegner an. "Die Bayern treten mit einem Selbstverständnis auf, das sie von den Fußballern übernommen haben", sagte Axel Schweitzer der "Sport Bild": "Aber der Unterschied ist: Die Fußballer haben über Jahre Erfolge erzielt, die Basketballer dagegen in der Neuzeit noch nicht."

Grund für den Vorstoß ist eine Mail, die Bayern-Geschäftsführer Marko Pesic an Jan Pommer, Geschäftsführer der BBL, geschrieben hat. Der frühere ALBA-Profi beschwerte sich darin über die Berliner.

"Öffentlich abwertende Äußerungen über Spieler der gegnerischen Mannschaft zu machen, das ist eigentlich indiskutabel", rechtfertigte Pesic (37) sein Schreiben gegenüber der "Sport Bild".

Der Berliner Geschäftsführer Marco Baldi und Trainer Sasa Obradovic hatten nach dem ersten Spiel der best-of-five-Serie Bayern-Spielmacher Malcolm Delaney unterstellt, Fouls zu schinden.

Baldi hatte unter anderem von "Breakdance-Einlagen" gesprochen. "Man sollte nicht nur Trainer bestrafen, wenn sie die Schiedsrichter kritisieren, sondern müsste genauso mit Vereinen verfahren, die Konkurrenten oder deren Spieler diskreditieren", fordert Pesic.

Schweitzer hat für das Auftreten kein Verständnis. Die Bayern hätten schließlich seit dem Aufstieg vor drei Jahren noch keinen einzigen Titel geholt.

"Ich finde es befremdlich, wenn man mit geliehenem Selbstbewusstsein so forsch auftritt. Bayern-Trainer Svetislav Pesic sprach seinem Team ja bereits NBA-Reife zu", sagte der Aufsichtsratsboss. Eine Reaktion dürfte nicht lange auf sich warten lassen.

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