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Kaspars Kambala war während seiner Drogensperre als Schwergewichtsboxer aktiv © imago

Der lettische Koloss dreht beim Aus gegen Deutschland durch und attackiert den DBB-Spielmacher. Der muss notversorgt werden.

Danzig - Nationalspieler Steffen Hamann ist nach dem Einzug der deutschen Mannschaft in die Zwischenrunde der EM in Polen vom lettischen Center Kaspars Kambala tätlich angegriffen worden.

Nach dem 68:62-Sieg gegen Deutschland rastete Kambala aus und rammte dem deutschen Spielmacher seinen Ellenbogen ins Gesicht.

Hamann wurde bei der Attacke ein Backenzahn zertrümmerte, er musste in einer Zahnarztpraxis provisorisch versorgt werden.

Einem Einsatz des Berliners in der Zwischenrunde soll aber nichts im Wege stehen.

Blitz-Verhandlung in der Nacht

Da einige Funktionäre den Vorfall beobachtet hatten, führte der europäische Basketball-Verband FIBA Europe bereits in der Nacht zum Donnerstag eine Verhandlung gegen Kambala.

Ob und wie lange der 30-Jährige gesperrt wird, will die FIBA Europe bis Samstag entscheiden. Für die EM ist die Dauer der Sperre nicht relevant, da Lettland trotz des Sieges gegen Deutschland die Zwischenrunde verpasste.

"Das war eine Schlägerei"

Schon während des Endspiels der Vorrunden-Gruppe B waren die Osteuropäer sehr robust zur Sache gegangen. Die körperbetonte Spielweise bekam auch Patrick Femerling zu spüren:

Der Rekordnationalspieler erlitt eine Platzwunde über der Nase und musste mit drei Stichen genäht werden musste. "Das war eine Schlägerei", sagte Flügelspieler Jan-Hendrik Jagla.

Zwischenspiel als Boxer

Der 2,05 m große Lette Kambala, der für den sibirischen Klub Jenissei Krasnojarsk spielt, hatte erst Ende letzten Jahres eine zweijährige Sperre wegen Kokainkonsums abgesessen.

Während dieser Auszeit vom Basketball versuchte sich der 135-Kilo-Koloss als Profiboxer im Schwergewicht. Kambala blieb in seinen vier Kämpfen (ein Unentschieden) ungeschlagen.

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