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Heiko Schaffartzik markierte gegen Griechenland 23 Punkte © imago

Das DBB-Team muss sich trotz eines aufopferungsvollen Kampfes in der Zwischenrunde den übermächtigen Griechen geschlagen geben.

Bromberg - Trotz eines aufopferungsvollen Kampfes haben die deutschen Basketballer eine weitere Überraschung zum Auftakt der EM-Zwischenrunde in Polen knapp verfehlt.

Das stark verjüngte Team von Bundestrainer Dirk Bauermann knüpfte zwar weitestgehend an die guten Leistungen der Vorrunde an.

Dennoch kassierten die Deutschen nach einer spannenden Schlussphase und trotz großen Einsatzes am Ende gegen Vizeweltmeister Griechenland eine einkalkulierte 76:84 (33:41)-Niederlage.

Die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) kann aufgrund ihres Vorrundenerfolges gegen Titelverteidiger Russland (76:73) mit einem weiteren Sieg am Sonntag gegen Mazedonien (ab 15.30 Uhr LIVE und im DSF) das Tor zum Viertelfinale trotzdem weit aufstoßen.

Bauermann zufrieden

Bauermann war nach dem Spiel von seiner Mannschaft angetan: "Wir haben das beste Spiel gegen die Griechen in den letzten Jahren gezeigt. Es war viel Leidenschaft im Spiel. Die Griechen haben uns nachher sogar zu unserer jungen Mannschaft gratuliert."

Auch die Spieler selbst waren mit ihrem Auftritt mehr als zufrieden: "Wir können erhobenen Hauptes aus der Halle gehen, haben die ganze Zeit gekämpft. Aber bei den Griechen greift jedes Rädchen ins andere", sagte Routinier Patrick Femerling.

Und Sven Schultze kündigte an: "Jetzt werden wir die nächsten beiden Spiele gewinnen."

Schaffartzik macht auf sich aufmerksam

Gegen die Hellenen konnten auch Heiko Schaffartzik (23 Punkte ohne einen Fehlversuch) und Robin Benzing (16) als beste deutscher Werfer die dritte Turnier-Niederlage nicht verhindern.

Beim Medaillenkandidaten Griechenland markierte Spielmacher Vassilis Spanoulis vom Euroleague-Sieger Panathinaikos Athen 20 Zähler.

Vor 2500 Zuschauern in der Luczniczka-Halle kamen die "Bauermänner" gegen die flinken Südeuropäer in der Verteidigung häufig einen Schritt zu spät.

Spielmacher Steffen Hamann war daher schon nach vier Minuten mit drei Fouls belastet und wurde vom Bundestrainer ausgewechselt.

Bauermann lässt rotieren

Zwar schossen Schaffartzik und Jan-Hendrik Jagla mit zwei "Dreiern" in Folge die erste deutsche Führung (12:10/6.) heraus.

Doch die Griechen nutzten die vielen Chancen an der Freiwurf-Linie eiskalt aus, und zogen bis zur ersten Pause auf 25:19 davon.

Im zweiten Abschnitt erwischte Griechenland, das 2005 in Belgrad gegen Deutschland im Finale den EM-Titel holte, den besseren Start und erhöhte den Vorsprung auf zehn Zähler (31:21).

Nach den drei kraftraubenden Vorrundenspielen ließ Bauermann viel rotieren und brachte früh den erst 19-jährigen Tibor Pleiß.

Verschlafene zweite Halbzeit

Mit dem Neu-Bamberger wurde das Spiel der DBB-Youngster wieder etwas stabiler. Allerdings gingen die wurfsicheren Griechen (52 Prozent Trefferquote zur Halbzeit) mit einer Acht-Punkte-Führung in die Kabine.

Den Anfang der zweiten Halbzeit verschlief das DBB-Team und der Europameister von 2005 kam zu vier einfachen Punkten (45:33).

Dies war aber offenbar ein Weckruf für die deutschen Nationalspieler, die nun um jeden Ball kämpften: Patrick Femerling, Elias Harris, Demond Greene und Sven Schultze brachten die DBB-Auswahl auf vier Punkte heran (45:49/26.).

Benzing dreht auf

Immer wenn es für die Griechen allerdings brenzlig wurde, spielten diese gegen die unerfahrenen "Bauermänner" ihre Routine aus: Eine 12:3-Serie der Hellenen war die Folge.

Im Schlussabschnitt gab sich das DBB-Team aber nicht geschlagen: Besonders der erneut in der Start-Fünf stehende Robin Benzing drehte noch einmal auf.

Einem Drei-Punkte-Spiel ließ der noch Bundesliga-unerfahrene Flügelspieler einen Korbleger und einen "Dreier" (62:68/35.) folgen.

Im letzten Viertel kam er auf zwölf Punkte. Die Griechen ließen sich aber auch davon nicht aus der Ruhe bringen.

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