vergrößernverkleinern
Center Pau Gasol spielt seit Februar 2008 für die Los Angeles Lakers © getty

Auch im EM-Finale gegen Serbien demonstrieren die Spanier ihre Stärke. Pau Gasol überragt. Slowenien verpasst die erste Medaille.

Kattowitz - Basketball-Weltmeister Spanien hat mit einer Gala-Vorstellung das Double perfekt gemacht und drei Jahre nach dem WM-Triumph zum ersten Mal den Europameister-Titel gewonnen.

Die Iberer feierten im Finale der EM in Polen in Kattowitz einen souveränen 85:63 (52:29)-Erfolg gegen Serbien und beendeten damit ihre Negativserie von zuvor sechs Niederlagen in sechs EM-Endspielen.

Überragender Spieler beim Silbermedaillen-Gewinner von Peking, der zum EM-Auftakt in der Vorrunde noch mit 57:66 gegen den achtmaligen Europameister Serbien verloren hatte, war NBA-Star Pau Gasol (Los Angeles Lakers) mit 18 Punkten, 11 Rebounds und drei Blocks.

Spanier melden Tedosic ab

Auf Seiten der jungen serbischen Mannschaft, die immerhin das erste Edelmetall seit dem WM-Titel 2002 holte, markierten Novica Velickovic und Uros Tripkovic als erfolgreichste Werfer 15 Zähler.

Ihr Shootingsstar Milos Teodosic - bester Assistgeber der EM und im Halbfinale gegen Slowenien mit 32 Zählern der Matchwinner - war dagegen abgemeldet. Dem Spielmacher gelangen lediglich fünf Punkte und zwei Vorlagen.

Vor 10.000 Zuschauern in der Spodek-Arena bestimmten die Spanier sofort das Spieltempo. Mit einer hochprozentigen Trefferquote zogen die Iberer, die im Halbfinale Griechenland ausgeschaltet hatten, schon im ersten Viertel auf 24:9 (9.) davon. (DATENCENTER: EM-Polen)

Spektakuläre Alley-Oops

Die unerfahrenen Serben, mit einem Durchschnittalter von nur 22,4 Jahren jüngste Mannschaft des Turniers, konnten der geballten Offensivkraft des Weltmeisters kaum etwas entgegensetzen.

Spanien zeigte spektakuläre Alley-Oops, dominierte bis zur Halbzeitpause auch die Rebounds (24:7) und ging mit einem unglaublichen 23-Punkte-Polster in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel setzte sich die Machtdemonstration der Spanier, die das vierte Jahr in Folge im Finale eines großen Turniers standen, fort. Serbien war nur noch um Schadensbegrenzung bemüht.

Hellas zittert sich zu Bronze

Im "kleinen Finale" sicherte sich Vize-Weltmeister Griechenland durch einen hauchdünnen 57:56 (31:24)-Sieg gegen Slowenien Bronze - sein insgesamt fünftes Edelmetall (2x Gold, 1x Silber, 2x Bronze) bei einer Europameisterschaft.

Die Slowenen verpassten dagegen ihre erste Medaille bei einem großen Turnier. Dennoch ist der vierte Platz für das Team vom Balkan der bisher größte internationale Erfolg.

Als bester Korbschütze bei den Griechen zeichnete sich Center Sofoklis Schortsanitis (23 Punkte) aus. Für Slowenien erzielte Jaka Lakovic in der hart umkämpften Begegnung 16 Punkte.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel