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Dirk Nowitzki (M.) wurde 2011 als MVP der NBA-Finalserie ausgezeichnet © getty

Dirk Nowitzki und Chris Kaman lassen Israel keine Chance. Zwei weitere Starter überzeugen, der zweite Anzug nicht unbedingt.

Aus Siauliai berichtet Michael Spandern

Mit viel Konzentration und wenig Kraftverschleiß ist dem deutschen Nationalteam der EM-Auftakt in Litauen gelungen.

In der längst nicht ausverkauften Arena von Siauliai besiegten die weißen Riesen Israel mit 91:64 (40:26), Dirk Nowitzki (25 Punkte) und Chris Kaman (18 Zähler, 10 Rebounds) hatten alles im Griff.

Vor dem schwerer einzuschätzenden Spiel gegen Italien (Do., ab 19.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER) musste Bundestrainer Dirk Bauermann keinen der beiden NBA-Stars länger als 27 Minuten einsetzen.

"Für das erste Spiel war das super - auch wenn wir in der Defensive einige Fehler gemacht haben. Unsere Stärke liegt innen. Da ist Chris sehr stark. Da haben wir gegen jeden Gegner Vorteile. Dann wird es auch für die Schützen leichter", so Nowitzki im Anschluss bei SPORT1.

Kaman: "Das willst du bestrafen"

Auch die Starter Robin Benzing (12 Punkte) und Heiko Schaffartzik (10) überzeugten, bei den Israelis hielt Lior Eliyahu mit elf Zählern dagegen.

Und Kaman ergänzte bei SPORT1: "Die Israelis spielen ja ein wenig wie die Phoenix Suns, wollen rennen und viele Dreier werfen mit ihrer kleinen Aufstellung."

"Als gegnerisches Team willst du das natürlich bestrafen und sofort deine Innenspieler etablieren", erläuterte der 120-Kilo-Koloss. "Das ist uns ganz gut gelungen."

Auftaktdunk von Kaman

Hamann konnte trotz Rückenbeschwerden wie bei der Generalprobe neben Schaffartzik im Backcourt starten und lieferte gleich den Assist zum Auftaktdunk von Kaman, den der Clippers-Center über Yaniv Green stopfte.

Nachdem Nowitzki mit seinem ersten Wurf gescheitert war, traf Kaman im Zurückfallen und trotz Fouls von Green.

Nowitzki legte unter MVP-Sprechchören drei Sprungwürfe zum 11:5 nach, allerdings fing sich Kaman nach nicht mal vier Minuten sein zweites Foul ein (SERVICE: Der Modus der EM).

Blu nicht schüchtern vor Nowitzki

Maccabi-Forward David Blu glich für die Israelis mit zwei Dreiern, letzteren über Nowitzkis Arme, aus - dann antwortete Benzing aus der Mitteldistanz.

Nach acht Minuten bekamen Nowitzki und Kaman die erste Verschnaufpause, was Lücken in die deutsche Defense riss und vorne Ratlosigkeit hervorrief. Dennoch lag das DBB-Team zur ersten Viertelpause 15:14 vorn.

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Sven Schultzes Alley-Oop-Anspiel auf Tim Ohlbrecht war das erste positive Signal des zweiten Anzugs, doch Schultze ließ einen Fehlpass folgen und musste wieder Nowitzki Platz machen.

Zwei Benzing-Dreier befeuern Zwischenspurt

Ohlbrecht rackerte und verbuchte Blocked Shot, Ballgewinn, Rebounds. Kaman schloss nach blitzschneller Pirouette ab, Schaffartzik traf mit weichem Händchen 442265(DIASHOW: Der DBB-Kader für die EM).

Und Benzing verwandelte einen Dreier aus der linken Ecke, setzte einen zweiten aus dem Dribbling obendrauf. Beim 38:26 kam die Faust des Neu-Bayern.

[kaltura id="0_zbege3cx" class="full_size" title="Deutschland mit Auftakt nach Ma "]

"Wir sind sehr froh über den Start. Wir haben super verteidigt. Wir haben alles umgesetzt, was wir machen wollten und das Spiel verdient gewonnen", meinte der Youngster.

Bauermann zufrieden

Nowitzki schloss von der Freiwurflinie mit seinen Punkten 12 und 13 den 11:0-Run vor der Halbzeit ab.

Entsprechend zufrieden zeigte sich Bauermann mit seiner Mannschaft: "Ich glaube, das war mehr als solide. Sie haben den Ball gut bewegt. Dirk und chris waren die wichtigsten Korsettstangen."

Reservisten empfehlen sich nicht

Schaffartziks Dreier und Nowitzkis Sprungwurf zum 47:26 machten die Lage noch komfortabler, Kaman brachte kurz darauf per Dunking die Korbanlage zum Zittern, netzte aber auch schön per Fadeaway ein.

Beim 62:37 durfte er wie Nowitzki, der seine arg kleinen Gegenspieler vorher weiter gedemütigt hatte, wieder auf die Bank.

Die Reservisten konnten sich allerdings überwiegend nicht für mehr Spielzeit empfehlen, Ballverluste und Reboundschwächen ermöglichten Israel Ergebniskosmetik.

Als dann aber Dirkules und Kaman zurückkamen, stand der Underdog plötzlich fast demütig Spalier. Auch Ohlbrecht durfte noch zweimal kräftig stopfen.

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