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Pau Gasol (r.) gewann 2009 und 2010 den NBA-Titel mit den Los Angeles Lakers © getty

Der Titelverteidiger braucht beim EM-Aufgalopp gute Nerven. Das "Wunderkind" enttäuscht. Ein "Bulle" ärgert die Gastgeber.

Von Eric Böhm

München - Titelverteidiger Spanien ist zum EM-Aufgalopp (Die EM LIVE im TV auf SPORT1 und SPORT1+) in Panevezys nur knapp an einer Blamage vorbeigeschrammt.

Der Topfavorit auf Gold besiegte zwar die ohne NBA-Center Marcin Gortat angetretenen Polen mit 83:78 (44:31), musste aber 17 Sekunden vor Schluss plötzlich zittern, als Thomas Kelati die Osteuropäer auf 78:80 herangebracht hatte.

Barca-Star Juan Carlos Navarro behielt aber von der Freiwurflinie die Nerven und machte mit seinen Punkten 22 und 23 den Sack zu.

Rubio enttäuscht

Bester Korbschütze bei den Spaniern, die bereits 50:34 geführt hatten, war Lakers-Ass Pau Gasol mit 29 Punkten, sein Bruder Marc erzielte 16.

Serge Ibaka von den Oklahoma City Thunder steuerte bei seinem Debüt lediglich sieben Zähler bei.

"Wunderkind" Ricky Rubio verbuchte in knapp 16 Spielminuten weder Punkte noch Assists oder Rebounds, dafür aber zwei Ballverluste (SERVICE: Der Modus der EM).

Türkei mit Spaziergang

Die Türkei erlebte dagegen einen echten Spaziergang.

Der Gruppengegner der Iberer zerlegte die bedauernswerten Portugiesen mit 79:56 (39:27). Enes Kanter - von den Utah Jazz 2011 gedraftet - war mit 14 Zählern sowie sieben Rebounds der überragende Mann.

NBA-Routinier Hedo Türkoglu (Orlando Magic) steuerte ebenfalls 14 Punkte bei.

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Litauen mit Mühe

Gastgeber Litauen hatte im dritten Spiel der Gruppe A mit Großbritannien deutlich mehr Mühe.

Letztendlich reichte es durch ein schwungvolles Schlussviertel (26:12) noch zum 80:69 (49:39)-Erfolg. Sarunas Jasikevicius war mit 13 Zählern bester Scorer.

Bei den Briten reichte die Gala von Bulls-Forward Luol Deng (25 Punkte, zehn Rebounds, vier Assists) nicht ganz. Am Ende ging dem Außenseiter die Puste aus.

Calathes führt Griechen an

In Gruppe C setzte sich Montenegro im Bruderduell mit Mazedonien 70:65 (25:30) durch. Griechenland schlug Bosnien-Herzegowina dank 13 Zählern von Guard Nick Calathes mit 76:67 (31:34).

Kroatien mühte sich zu einem schwachen 84:79 (41:43) gegen den krassen Außenseiter Finnland.

Slowenien glanzlos

Auch Russland gab sich in Staffel D gegen Nachbar Ukraine beim 73:64 (28:24) keine Blöße. Belgien holte sich im Duell mit Georgien eine 59:81 (24:37)-Klatsche ab.

Gruppenfavorit Slowenien bekleckerte sich beim 67:59 (29:25) über Bulgarien nicht gerade mit Ruhm.

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