vergrößernverkleinern
Dirk Bauermann beendete nach der EM 2011 sein Engagement beim DBB © getty

Zum EM-Auftakt patzt Ex-Nationalcoach Bauermann mit Polen gegen Georgien. Vorgänger Dettmanns Finnen schlagen die Türkei.

München - Für Dirk Bauermann hat die 38. Basketball-EM in Slowenien (täglich LIVESCORES) mit einer herben Enttäuschung begonnen.

Die vom früheren Bundestrainer betreuten Polen unterlagen Georgien im ersten Spiel der Vorrundengruppe C völlig überraschend mit 67:84 (22:39). Durch die deutliche Niederlage stehen die Polen direkt unter Zugzwang.

NBA-Center Marcin Gortat (Phoenix Suns) war mit zwölf Punkten und acht Rebounds noch der beste Akteur. Vor der EM hatte Bauermann noch die WM-Qualifikation - die besten sechs Teams dürfen 2014 in Spanien antreten - als Ziel ausgegeben. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse und Tabellen)

Topscorer des Außenseiters war Viktor Sanikidze mit 23 Zählern.

Türkoglu produziert Fahrkarten

Im Gegensatz zu Bauermann erwischte in Henrik Dettmann ein weiterer früherer Bundestrainer einen Traumstart.

Mit den Finnen feierte der 55-Jährige einen unerwarteten 61:55 (32:19)-Sieg über Favorit Türkei um die NBA-Profis Ömer Asik (Houston Rockets), Ersan Ilyasova (Milwaukee Bucks) und Hedo Türkoglu (Orlando Magic).

Routinier Türkoglu, der im Februar wegen Dopings für 20 Spiele suspendiert worden war, ließ jedoch alte Treffsicherheit vermissen und traf nur einen von neun Versuchen aus dem Feld.

Spanien mit Kantersieg

Europameister Spanien gewann 68:40 (33:20) gegen Kroatien und nahm die erste Hürde auf dem Weg zum angestrebten dritten Titelgewinn in Serie ohne Mühe. Neben Marc Gasol (14 Punkte, 11 Rebounds) und Rudy Fernandez (14 Zähler) überzeugte auch Jose Calderon.

Dirk Nowitzkis zukünftiger Teamkollege bei den Dallas Mavericks steuerte 13 Punkte bei. Ricky Rubio (Minnesota Timberwolves) sammelte je sieben Zähler und Assists.

Medaillenkandidat Griechenland bezwang Schweden beim 79:51 (39:21) ebenfalls klar. Vassilis Spanoulis (13 Punkte) war Topscorer.

Derweil verlor Mazedonien überraschend mit 80:81 (46:45) gegen Montenegro. Dem EM-Vierten von 2011 nutzten auch 23 Punkte des Stars Bo McCalebb nichts, denn Bayern Münchens früherer Point Guard Tyrese Rice (16 Zähler) sorgte in den Schlusssekunden von der Freiwurflinie für den Sieg des Underdogs.

Datome glänzt gegen Russland

Italien gelang dank des in die NBA wechselnden Stars Gigi Datome - er geht zu den Detroit Pistons - ein 76:69 (42:39) über Russland. Datome schenkte dem EM-Dritten von 2011 gleich 25 Punkte ein. Bei den Russen kam Alexei Schwed (Minnesota) auf 17 Zähler.

Gastgeber Slowenien hatte mit Tschechien beim 62:60 (36:32) mehr Mühe als erwartet. Bambergs Ex-Forward Bostjan Nachbar verbuchte neun Punkte sowie fünf Rebounds.

Israel bezwungen

In der deutschen Gruppe konnte Israel seine Rolle als Geheimfavorit auf das Weiterkommen nicht bestätigen. (769798DIASHOW: Der deutsche EM-Kader)

Der letzte Vorrundengegner der deutschen Mannschaft um NBA-Profi Omri Casspi (Cleveland Cavaliers) und den Ex-Bayern Yotam Halperin vor der traurigen Kulisse von 745 Zuschauern Großbritannien nach Verlängerung mit 71:75 (66:66, 30:34) geschlagen geben.

Bei den Briten - ohne Luol Deng (Chicago Bulls) und Ben Gordon (Charlotte Bobcats) - zeigte Kyle Johnson (22 Punkte) eine Topleistung. Casspi schaffte 13, Halperin zwölf Zähler.

Die Ukraine setzte sich nach einer spannenden Schlussphase mit 58:57 (26:36) gegen Belgien durch.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel