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Deutschland schafft bei der EM zwei Siege und drei Niederlagen © getty

Deutschland verabschiedet sich würdig von der EM. Das bereits ausgeschiedene Team rettet eine Führung über die Zeit.

Ljubljana - Nach dem vorzeitigen Scheitern haben die deutschen Basketballer bei der Europameisterschaft in Slowenien zumindest für einen versöhnlichen Abschluss gesorgt.

Im fünften Vorrundenspiel holte die Mannschaft von Bundestrainer Frank Menz beim 80:76 (31:30) gegen Israel ihren zweiten Sieg.

Seit der Wiedervereinigung war die Bilanz nur 1995, 1997 und 2009 schlechter. Damals hatte es jeweils nur einen Turniererfolg gegeben.

(772433DIASHOW: Die Bilder der EM-Vorrunde)

Gruppen-Vorletzter

"Ich bin erleichtert und freue mich für die Mannschaft. Es war aber vielleicht unser schwächstes Spiel, obwohl wir es gewonnen haben. Wir haben uns als Team entwickelt", sagte Menz.

Deutschland hatte am Vortag mit dem 74:81 (38:42) gegen Großbritannien (Bericht) die letzte Chance auf den Einzug in die Zwischenrunde verspielt und war damit zum ersten Mal seit 18 Jahren in der Vorrunde einer EuroBasket gescheitert.

In der Gruppe A wurden die Deutschen Fünfter.

Beste deutsche Werfer in der Hala Tivoli von Ljubljana waren vor 2940 Zuschauern Per Günther, Lucca Staiger (beide 15 Punkte) und Tibor Pleiß (14). (769798DIASHOW: Der deutsche EM-Kader)

Schwacher Beginn

Bei ihrer letzten Vorstellung bekam die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes DBB das Tabellenschlusslicht der Gruppe A anfangs nicht in den Griff.

Die Israelis kamen zu leichten Punkten, auch im Angriffsspiel hakte es.

"Nicht nur von Außen werfen", forderte Menz in der Auszeit.

Schlussspurt vor der Halbzeit

Der Trainer hatte vor dem Gegner gewarnt.

"Die haben die Chance auf die Zwischenrunde und werden nicht nachlassen", prophezeite Menz und sollte Recht behalten.

Die Israelis waren konzentrierter, gedankenschneller und griffen sich mehr Rebounds.

Zwischenzeitlich führte Israel mit acht Punkten, doch dank der Spieler aus der zweiten Reihe wurde der Rückstand bis zur Pause wettgemacht.

Karsten Tadda und Philip Zwiener waren mit Würfen erfolgreich, aus der Startformation war Lucca Staiger bis zum Gang in die Kabine am erfolgreichsten (10 Punkte).

Führung verspielt

Gleich zum Start der zweiten Hälfte legten die deutschen Korbjäger nach, verspielten ihren ersten etwas größeren Vorsprung (49:41) aber schnell wieder.

Wie im gesamten Turnierverlauf fehlte die Konstanz.

Bis zum Ende des dritten Viertels wurden vier von sechs Freiwürfen vergeben. (DATENCENTER: Der EM-Spielplan)

Vorsprung ins Ziel gerettet

Mitte des Schlussviertels setzte sich die DBB-Auswahl erneut ab.

Robin Benzing traf 5:32 Minuten vor Schluss zum 64:54. Israel kam aber noch einmal heran, doch am Ende reichte es zum Erfolg.

Vor dem Sieg gegen Israel hatte das DBB-Team lediglich das Auftaktspiel gegen Titelkandidat Frankreich gewonnen.

Danach gab es Niederlagen gegen Belgien, die Ukraine und Großritannien.

Durch das vorzeitige Ausscheiden musste Deutschland viel Kritik einstecken.

Auch SPORT1-Experte Pascal Roller stellte dem Team ein negatives Zeugnis aus. ("Verlieren erlaubt - die Frage ist wie!")

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