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Neu-Maverick Jose Calderon (M.) fand mit seinen Spaniern kein Mittel gegen Tony Parker © getty

Frankreich liegt weit zurück, dann bläst der Superstar zur Aufholjagd. Im EM-Finale wartet Litauen, dessen Flügelzange greift.

Ljubljana - Frankreich hat die Träume von Spaniens erfolgreicher Titelverteidigung zerstört und steht nach einem dramatischen Halbfinalsieg im Endspiel der Basketball-EM in Slowenien.

Die Mannschaft um NBA-Star Tony Parker gewann am Freitagabend in der Stozice Hall von Ljubljana nach einer grandiosen Aufholjagd 75:72 (65:65, 20:34) nach Verlängerung und kämpft am Sonntag gegen den dreimaligen Champion Litauen um seinen ersten EM-Titel.

Parker markiert 32 Punkte

Den Unterschied machte vor allem Parker, der mit 32 Punkten die Turnierbestmarke des Spaniers Marc Gasol einstellte.

Nach einer knappen Führung im ersten Viertel (18:14) machte die Verteidigung des dreimaligem Titelträgers ernst und hielt die Franzosen im zweiten Durchgang bei nur sechs Punkten.

Dann drehte Parker auf. Frankreich kam Punkt für Punkt näher und lag kurz vor Ende des dritten Viertels mit nur drei Zählern zurück (41:44).

Calderon vergibt die Siegchance

Im Schlussviertel war es ein Kampf mit offenem Visier, Topscorer Parker traf knapp zwei Minuten vor dem Ende sogar zum 64:63.

Jose Calderon (vier Punkte, drei Rebounds) Dirk Nowitzkis neuer Teamkollege bei den Dallas Mavericks, scheiterte bei Gleichstand vier Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit mit einem Dreier. Victor Clavers Tip-In-Versuch in Bedrängnis geriet zu kurz.

Mit 65:65 ging es in die Verlängerung, in der Antoine Diot die Nerven behielt und mit zwei Freiwürfen den Sieg sicherte.

Kleiza und Maciulis zu stark für Kroatien

Der Erfolg der Balten gegen Kroatien trug zwei Namen: Linas Kleiza und Jonas Maciulis.

Die Flügelspieler waren von der kroatischen Defensive nicht zu stoppen und verbuchten mehr als die Hälfte aller litauischen Punkte (22/23).

Bei den Kroaten stemmte sich einzig Guard Bojan Bogdanovic gegen die Niederlage (15). Die enttäuschten kroatischen Fans brannten kurz vor Schluss Bengalos in der Halle ab.

Italien bangt um WM-Teilnahme

Nach dem Aus im Viertelfinale gegen Litauen muss Italien derweil um die Teilnahme an der WM im kommenden Jahr bangen.

Der zweimalige Europameister verlor auch das Platzierungsspiel gegen die Ukraine 58:66 (34:35) und spielt am Samstag gegen Serbien um Platz sieben und damit das letzte zu vergebene Ticket für die Endrunde in Spanien.

Das Team von US-Trainer Mike Fratello ist mit dem Sieg bereits qualifiziert und zum ersten mal bei einer WM dabei.

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