17 Stunden nach der schockierenden Viertelfinal-Pleite gegen Mazedonien hat Litauen in einem erneuten Krimi wenigstens den Traum von London am Leben gehalten.
Der Gastgeber gewann das kleine Halbfinale der EM gegen Slowenien mit 80:77 (44:33) und nimmt somit im nächsten Juli am Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele teil.
Zudem buchte das Team von Trainer Kestutis Kemzura das Ticket für die EM 2013, für welche die Slowenen als Ausrichter ohnehin qualifiziert sind.
Spielmacher Mantas Kalnietis steuerte 16 Punkte, Ex-NBA-Profi Sarunas Jasikevicius 12 Zähler und sieben Assists zum Sieg bei. Bei den Slowenen ragten Phoenix-Suns-Spielmacher Goran Dragic und Erazem Lorbek mit je 16 Punkten heraus.
Litauen kämpfte anfangs noch mit der Enttäuschung und Erschöpfung vom Vorabend und fing sich einen 6:14-Rückstand ein. Martynas Pocius brachte die Litauer zu Anfang des zweiten Viertels mit einem Rückwärtsdunking erstmals in Führung. Ein 17:5-Zwischenspurt bescherte den Balten in dem von Aussetzern geprägten Match zur Halbzeit ein Elf-Punkte-Polster.
Nach dem Seitenwechsel kamen die Slowenen auf 46:49 heran, übernahmen durch einen 7:0-Run zu Anfang des Schlussviertels sogar die Führung. Die Nervosität der Litauer nahm zu, Kalnietis sevierte Mirza Begic den Ball zum Blocked Shot, im Gegenzug traf Jaka Lakovic knapp vier Minuten vor Schluss zum 72:68.
19,4 Sekunden vor dem Ende traf Kalnietis aus der linken Ecke einen umjubelten Dreier zum 79:77. Da Lakovic im Gegenzug und Dragic mit einem Verzweiflungsdreier scheiterten, gelang Litauen die Revanche für die 58:81-Schmach in der Zwischenrunde 2009.
