Mazedoniens Cinderella-Story bei der EM in Litauen hat kein Happy-End: Im Spiel um Bronze unterlag das Balkan-Team trotz 22 Punkten und vier Steals von Bo McCalebb Russland mit 72:68(30:36).
Der Titelträger von 2007, der das Reboundduell deutlich mit 43:25 gewann, sicherte sich dadurch die vierte Medaille bei Europameisterschaften seit dem Zerfall der UdSSR.
Bester Spieler beim Sieger war Andrei Kirilenko (18 Punkte, 7 Rebounds).
Nachdem die Russen in den ersten drei Minuten drei Würfe abgeblockt hatten, verlegte sich Mazedonien mit Ausnahme des eingebürgerten Spielmachers McCalebb ganz auf Distanzwürfe.
Die körperlich überlegenen Russen zogen davon, mit einem Tip-Dunking krönte Nuggets-Center Timofei Mosgow ihren 10:0-Run zum 13:6.
Sie leisteten sich aber vor der Halbzeit neun Ballverluste, sodass der Außenseiter nur sechs Punkte zurücklag, obwohl Sergei Monja all seine drei Dreierversuche verwandelt hatte.
Nach Freiwürfen des ehemaligen NBA-All-Stars Kirilenko waren die Russen allerdings auf 43:32 enteilt, doch Dreier von McCalebb und Pero Antic ließen die frenetisch angefeuerten Mazedonier wieder hoffen.
Nach Kirilenkos viertem Foul glich Dimitar Mirakovski die Partie 13 Sekunden vor Ablauf des dritten Viertels mit Freiwürfen aus.
Die Mazedonier eroberten sogar die Führung, doch Kirilenko hielt mit zwei Dreiern dagegen.
48 Sekunden vor dem Ende glich Predrag Samardziski mit einem Drei-Punkt-Spiel zum 68:68 aus.
Aber nach Aleksei Schweds Korb unter Bedrängnis vergab Damjan Stojanovski nach Traumpass von McCalebb frei unter dem Korb die Großchance, Mazedonien in die Verlängerung zu retten.
Der einzige Deutsche auf dem Parkett, Schiedsrichter Robert Lottermoser, leitete die Partie mit seinen Kollegen aus Spanien und Griechenland gewohnt souverän.
