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Im Finale der Euro Challenge kann die BG den ersten internationalen Titel gewinnen © getty

Göttingen schafft beim Final Four in heimischer Halle den Sprung ins Finale der Euro Challenge. Dort wartet nun Krasnye Krylia.

Vom Final Four aus Göttingen berichtet Jan Wilke

Göttingen - Finale! Die BG Göttingen steht dank einer schier unglaublichen Energieleistung im Endspiel der Euro Challenge. Die "Veilchen" besiegten im Halbfinale am Freitagabend den französischen Erstligisten Chorale Roanne nach hohem Rückstand mit 77:67 (28:41) und spielen am Sonntag gegen Krasnye Krylia aus Russland um den Titel.

Bester Werfer auf Seiten der Göttinger war Taylor Rochestie, der 27 Punkte erzielte. Bei Roanne kam Dylan Page auf 19 Zähler (DATENCENTER: Die Euro Challenge).

Bei der BG 74 kehrten vor 3100 Zuschauern die zuvor verletzten Chester Frasier, Dwayne Anderson und Publikumsliebling Jason Boone ins Roster zurück.

BG-Coach John Patrick beorderte Robert Kulawick, John Little, Michael Meeks, Chris Oliver und Rochestie in die Starting Five. Bei den Gästen fehlten Shooting Guard Ralph Mims und Marc-Antoine Pellin.

Nur Rochestie trifft

Beide Teams schenkten sich in den Anfangsminuten nichts und gingen mit großem Engagement zu Werke.

Nach einer 13:10-Führung ging den "Veilchen" jedoch im Anspiel die Genauigkeit verloren. Bezeichnend: Von neun Würfen aus der Mitteldistanz traf lediglich Rochestie einen einzigen.

Hinten lief es wenig besser. Göttingen ließ Roanne unter dem eigenen Korb reichlich Raum; Dylan Page, Pape-Phillipe Amagou und Etienne Brower brachten die Gäste folgerichtig mit acht Punkten in Führung.

Trotz eines Jacobson-Dreiers ging die BG mit einem 16:26 in die erste Viertelpause.

Hohe Führung für Roanne

Auch im zweiten Viertel änderte sich zu Beginn nur wenig. Roanne nutzte den Platz jenseits der 6,25-Linie mit hoher Quote aus, während die BG vor dem Korb der Franzosen die Lichter ausschoss - schon nach zwölf Minuten führte Roanne mit 37:17.

Weil Chorale, das bis dahin satte 70 Prozent seiner Würfe getroffen hatte, sich nun jedoch eine Schwächephase leistete, kam Göttingen mit acht Punkten in Serie ins Spiel zurück.

Gut für die BG: Roanne-Center Uchenna Nsonwu zog schon vor der Halbzeit sein drittes Foul.

Steigerung in der zweiten Hälfte

Nach dem 28:41 im ersten Spielabschnitt gaben die Zuschauer in der Lokhalle noch einmal alles.

Und die BG zog das Tempo an - die Taylor-Rochestie-Show begann: Der Göttinger Point Guard markierte allein im zweiten Viertel 14 Punkte.

Roanne hingegen zollte dem hohen Tempo im ersten Durchgang nun Tribut, war stehend K.o.. Als der überragende Rochestie Göttingen zum ersten Mal wieder mit 52:51 in Führung brachte und nur wenige Sekunden später einen Dreier versenkte, stand die Halle Kopf.

Mit einem 57:51 ging es ins letzte Viertel.

Göttingen dreht die Partie

Roanne kämpfte, nun wurde es ein packender Basketballkrimi.

In nur zwei Minuten pfiffen die Referees fünf Fouls gegen die BG - unter anderem das vierte persönliche gegen Rochestie.

Von nun an gingen die Gäste nach jedem Foul an die Freiwurflinie. Sechs Minuten vor dem Ende brachte Dylan Page Roanne mit 66:60 in Führung. Göttingen beeindruckte das nur marginal.

Rochestie, Robert Kulawick und Chris Oliver drehten die Partie mit zusammen 15 Punkten innerhalb von drei Minuten erneut. Wenig später war das 77:67 und damit der Finaleinzug perfekt.

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