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Nenad Krstic (l.) spielte in der vergangenen NBA-Saison für die New Jersey Nets © getty

Um in die NBA zurückzukehren, zahlt Nenad Krstic offenbar sein Gehalt an ein russisches Team zurück. Nutzt der Wechsel Frankfurt?

Von Michael Spandern

München - Des Rubels wegen war er im Sommer gekommen, nicht mal ein halbes Jahr später zahlt Nenad Krstic offenbar seinen gesamten Verdienst zurück.

Wie die Internetseite "Draftexpress" berichtet, kauft sich der Center aus seinem Zweijahres-Vertrag bei Triumph Lyubertsy Moskau frei, um noch im alten Jahr zu Oklahoma City Thunder zu wechseln.

Das NBA-Schlusslicht hat Krstic einen Dreijahres-Vertrag über 15,8 Millionen Dollar angeboten. Die New Jersey Nets haben zehn Tage Zeit, mit diesem Angebot gleichzuziehen, um die NBA-Rechte am Serben zu behalten.

Jeder Big Man willkommen

Doch das dürfte das alte Krstic-Team, das unter den Körben ausreichend bestückt ist und dessen Eigner Bruce Ratner die Wirtschaftskrise herbe Verluste eingebrockt hat, wohl kaum tun.

Oklahoma City, das erst drei von bisher 28 Partien gewann, kann hingegen in der Mitte jeden Mann gebrauchen: Der Starting Center Johan Petro trifft blamable 40 Prozent seiner Wurfversuche, Robert Swift ist mal wieder verletzt, und sowohl Nick Collison als auch Chris Wilcox spielen die schlimmste Saison ihrer Karrieren.

Nach den Regeln der Liga könnte das aus Seattle umgezogene Team Krstic vorab 500.000 Dollar überweisen, um den Transfer mit den Russen abzuwickeln.

Frankfurt gleichauf

Triumph hatte vor der Saison erheblich aufgerüstet (unter anderen wurden auch der Ex-Frankfurter Marcus Goree und der türkische Nationalspieler Kerem Tunceri geholt), hinkt aber in allen Wettbewerben den Erwartungen hinterher.

Im Eurocup scheiterte das Team von Trainer Stanislav Eremin in der Qualifikationsphase, in der drittklassigen Eurochallenge bangt es mit zwei Siegen und zwei Niederlagen um den Achtelfinal-Einzug.

Die Skyliners aus Frankfurt liegen gleichauf und haben das Hinspiel in eigener Halle 77:71 gewonnen. Da sie Krstic (sieben Punkte in 18 Minuten) ohnehin im Griff hatten, dürften ihr Jubel über dessen Weggang vor dem Rückspiel am 6. Januar nicht allzu groß sein.

Karriereknick nach Kreuzbandriss

Krstic, der bei Lyubersty ein Jahressalär von umgerechnet drei Millionen Euro Netto bekommen hätte und damit mehr als dreimal so viel wie zuvor in New Jersey, war mit seinen Spielanteilen und dem Leben in der entlegenen Moskauer Vorstadt unzufrieden.

Bei den Nets war er noch vor zwei Jahren mit durchschnittlich 16,4 Punkten und 6.8 Rebounds pro Partie ein Kandidat für das All-Star-Game 2007, bis er sich einen Kreuzbandriss zuzog.

Der an 24. Stelle im Draft von 2002 ausgewählte Center hat in seiner NBA-Karriere Durchschnittswerte von 11,3 Punkten und 5,7 Rebounds erzielt.

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