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Sieg mit der Schlusssirene: Berlins Dragan Dojcin war der Matchwinner © imago

Die deutschen Teams haben im Eurocups und in der Eurochallenge mit vier Siegen und nur einer Niederlage für großen Jubel gesorgt.

Berlin - In Berlin waren über 10.000 Menschen aus dem Häuschen.

Im südrussischen Krasnodar feierte ein Göttinger "Hardcore-Fan" ganz allein.

Und in Bonn spendeten die Zuschauer selbst nach einer Niederlage lautstark Beifall.

Die deutschen Teams haben zum Auftakt des Eurocups und der Eurochallenge mit vier Siegen und nur einer Niederlage bei den Anhängern für Jubel gesorgt.

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Einen Krimi gab es in Berlin.

Pokalsieger ALBA gewann im Eurocup erst mit der Schlusssirene 75:73 (38:33) gegen den italienischen Vertreter Banca Tercas Teramo.

Ex-Meister Brose Baskets Bamberg hatte dagegen beim 85:62 (45:33) beim lettischen Klub BC Ventspils kaum Mühe.

Im gleichen Wettbewerb kassierte nur Vizemeister Telekom Baskets Bonn nach großem Kampf eine knappe 71:76 (35:45)-Niederlage gegen Joventut Badalona aus Spanien.

Starker Eurocup

"Dieses Spiel hat deutlich gezeigt, wie stark der Eurocup als Wettbewerb ist. Dieser Sieg war extrem wichtig, denn bei nur sechs Spielen hat man nahezu keine Chance, Patzer wieder gutzumachen", sagte ALBA-Trainer Luka Pavicevic.

Vor 10.144 Zuschauern brachte der Serbe Dragan Dojcin in der letzten Sekunde mit dem entscheidenden Tip-in die Berliner Arena zum Kochen.

"Ich habe einfach nur versucht, an den Ball zu kommen, und ihn auf den Korb zu werfen", sagte der Flügelspieler.

Jetzt schon besser als in der Vorsaison sind die Bamberger: In der lettischen Hafenstadt Ventspils geriet der Sieg nie in Gefahr.

Im vergangenen Jahr waren die Franken mit sechs Niederlagen aus sechs Spielen sang- und klanglos ausgeschieden.

"Der Schlüssel zum Sieg war, dass wir uns bereits vor der Halbzeit absetzen konnten. Im letzten Viertel konnten wir sogar unsere Stammspieler schonen", sagte der Bamberger Coach Chris Fleming.

Von solchem Luxus konnte Bonns Trainer Michael Koch nur träumen.

Gegen Badalona fehlten ihm wegen Verletzung und Krankheit gleich vier Spieler der Startformation.

"Umso stolzer bin ich auf mein Team, das dagegen gehalten und niemals aufgegeben hat", sagte Koch, dessen Mannschaft kurz vor einer Überraschung stand.

Bonner werden trotzdem gefeiert

Die sieben verbliebenen Bonner Profis wurden daher nach Spielende trotzdem gefeiert.

Einsam jubelte dagegen Hartmut Niemann in der russischen Provinz beim überraschenden 88:76 (50:28)-Sieg der MEG Göttingen in der Eurochallenge beim Favoriten Lokomotive Kuban.

Der Vorsitzende des Fan-Klubs "Veilchen-Power" hatte als einziger Anhänger den 3500-km-Trip angetreten.

"Hier hat sich jeder Kilometer der Reise gelohnt. Das war ein tolles packendes Spiel. Unsere Europapokal-Premiere wollte ich auf keinen Fall verpassen", meinte Niemann.

Der 77:73 (40:40)-Sieg der Artland Dragons Quakenbrück in der Eurochallenge in Belgien bei den Antwerpen Giants rundete den erfolgreichen Abend der Bundesligisten ab.

Die Dragons erwiesen sich als nervenstark und brachten den Erfolg nach einer erfolgreichen Aufholjagd unter Dach und Fach.

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