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Immanuel McElroy wurde bereits dreimal der "Defensive Player of the Year" in der BBL © getty

ALBA steht gegen Mariupol aus der Ukraine vor einer kniffligen Aufgabe. Der Gegner hat prominente Spieler in seinen Reihen.

Von Marc Ellerich

München - ALBA Berlin tritt heute im zweiten Gruppenspiel des Eurocups gegen den ukrainischen Meister Asowmasch Mariupol an.

Nach der Prognose auf der Berliner Klub-Homepage handelt es sich dabei um den "vielleicht sogar kompliziertesten Auswärtstrip der gesamten Saison".

Allzuviel wissen sie in Berlin nämlich nicht über den unberechenbaren Rivalen. So viel immerhin steht fest: Die Ukrainer waren in den letzen sieben Jahren sechsmal Meister ihres Landes und sind auch in Europa eine Hausnummer.

2007 verlor Asowmasch das Finale des Europacups gegen das spanische Team Akasvayu Girona - seinerzeit rangierte der Europacup allerdings noch an dritter Stelle unter den europäischen Wettebewerben.(DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Gegner mit US-Stars gespickt

Laut Berlins Geschäftsführer Marco Baldi hat der Verein aus der 500.000-Einwohner-Stadt Mariupol seither "mit Millionen um sich geschmissen" und lockte Profis wie Ex-ALBA-Spieler Dijon Thompson oder auch den späteren Berliner Zugang Kenan Bajramovic.

Allerdings sollen die Geldquellen beim Team vom nördlichen Zipfel des Schwarzen Meers versiegt sein.

Nichtsdestotrotz holte der Klub unter Cheftrainer Andrej Podkovyrov, der vor einer Woche den lange Zeit gefeierten Rimas Girkis ablöste, in Fred House einen weiteren US-Star, um die Ergebniskrise in den Griff zu kriegen.

ALBA in Erfolggspur

Für die Berliner hat nach dem 75:73 gegen den italienischen Klub Teramo im ersten Spiel in der B-Gruppe die Doppel-Belastung in BBL und Eurocup begonnen - mit fünf Siegen in Serie in der deutschen Liga sogar sehr erfolgreich.

Zuletzt gewann man das Topspiel gegen Quakenbrück, ALBA reist deshalb als Tabellenführer in die Ukraine.

Den Gegner hält Manager Baldi für reichlich unberechenbar. Man weiß einfach nicht so recht, woran man mit den Ukrainern ist, die ihr Auftaktspiel im Wettbewerb gegen Galatasaray Istanbul verloren haben.

Schweinegrippe kursiert in Ukraine

"Sie werden jetzt an ihrer Ehre gepackt und wollen wieder aufrüsten", vermutete Baldi angesichts der mäßigen Resultate.

Der Geschäftsführer riet seinem Team gegenüber dem "Tagesspiegel" dennoch, sich nicht allzu sehr auf den Konkurrenten zu konzentrieren, sondern auf sich selbst und "so gut zu verteidigen, wie in den letzten Wochen".

Auf die in der Ukraine stark kursierende Schweinegrippe fühlen sich die Berliner hingegen bestens vorbereitet: "Wir haben uns genauestens mit unseren Ärzten abgestimmt", versicherte Sportdirektor Henning Harnisch.

Beide Teams unter Druck

Vize-Meister Telekom Baskets Bonn hat in Gruppe D ebenfalls eine Auswärtspartie vor sich. Gegner der Bonner ist Besiktas Istanbul, derzeit Zweiter der ersten türkischen Liga.

Beide Teams haben jeweils ihr erstes Gruppenspiel im Eurocup verloren, die Baskets mit 71:76 zuhause gegen Joventut Badalona. Besiktas unterlag deutlich gegen Kasan.

Der Druck wächst also auf beide Mannschaften, da nur der Gruppen-Erste und -Zweite in die nächste Runde einziehen.

Bonn will Führung verteidigen

Bonns Trainer Michael Koch stehen bis auf die verletzten Vincent Yarbrough und John Bowler sämtliche Spieler zur Verfügung.

Einen Tag später, am Mittwoch, wollen die Brose Baskets Bamberg ihre Führung in Gruppe H gegen den Verfolger Lauretana Biella verteidigen - beide Teams haben ihr erstes Gruppenspiel gewonnen.

Zuletzt hatten gleich sieben Spieler der Franken mit einer Virus-Erkrankung zu kämpfen.

Fleming warnt vor Offensive

Bambergs Coach Chris Fleming hoffte vor der Partie gegen die offensivstarken Italiener allerdings, "dass diese Phase hinter uns liegt". Am Montag trainierte das Team jedenfalls in voller Mannschaftsstärke.

Sein Team sieht Fleming auf Augenhöhe mit den Italienern.

Er warnte allerdings vor den Offensivfähigkeiten von Lauretana: "Sie sind sehr stark im Pick and Roll und schießen gut von außen."

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