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Wrights Albatrosse gewann das Hinspiel gegen Mario Fernandez (l.) und Badalona mit 72:68 © imago

Bei Berlin und Badalona läuft es vor dem Spiel um den Viertelfinaleinzug nicht rund. Hamann findet den Knaller einfach nur "geil".

Von Martin Hoffmann und Rainer Nachtwey

München/Barcelona - Die Generalprobe für das alles entscheidende Gruppenfinale um den Einzug ins Eurocup-Viertelfinale ging in die Hose.

Aber nicht nur für ALBA Berlin, das beim 64:79 gegen die Brose Baskets Bamberg erst zum zweiten Mal in der laufenden BBL-Saison zu Hause verlor, auch für Gegner Joventut Badalona.

Die Spanier kassierten in der heimischen Liga gegen Caja Laboral Vitoria eine 79:104-Pleite, die siebte in Folge.

Die Negativserie und die deutliche 54:84-Abreibung bei Aris Saloniki hat Coach Sito Alonso den Job gekostet (DATENCENTER: Ergebnisse Tabelle der Gruppe I).

"Richtig große Nummer"

Gegen Vitoria nahm noch Co-Trainer Josep Claros auf der Bank Platz, gegen ALBA wird bereits sein Nachfolger an der Seitenlinie stehen.

Der ist nicht irgendwer: Es ist Jose Vicente "Pepu" Hernandez, der spanische Weltmeister-Coach von 2006.

Ein Coup, der bei ALBA für Verblüffung gesorgt hat. "Eine richtige große Nummer", meint ALBAs Geschäftsführer Marco Baldi vor dem "Do-or-Die"-Spiel in Spanien.

Die Verpflichtung ist für ihn ein Signal, "wie wichtig ihnen der Eurocup und das Spiel am Dienstag gegen uns ist".

Pech, Belastung und Verunsicherung

Hernandez hat sich vor dem Duell gegen ALBA vor allem eines vorgenommen: "Die Mannschaft hat den Glauben an die eigenen Möglichkeiten verloren. Den will ich ihnen zurückgeben."

Nicht viel anders muss ALBA-Coach Luka Pavicevic mit seinen Schützlingen umgehen (ALBA wahrt Viertelfinalchance).

Sein Team ist neben der Spur, nicht erst seit der Bamberg-Pleite.

Angeknackstes Selbstvertrauen

ALBA kämpft mit Verletzungspech - Jurica Golemac ist mit einem Handbruch außer Gefecht, Adam Chubb nach überstandener Bein-OP noch nicht der Alte -, mit der Doppelbelastung, mit dem angeknacksten Selbstvertrauen nach zuletzt nur einem Sieg aus vier Pflichtspielen.

Selbst so zuverlässigen Akteure wie dem gegen Bamberg ungewohnt wurfschwachen Julius Jenkins ist die Verunsicherung anzumerken.

Hamann: Schwierige Monate

Aus Sicht von Spielmacher Steffen Hamann ist es womöglich kein Zufall, dass ALBA wie auch Badalona gerade kriseln.

Er glaubt, "dass die Monate Februar und März die schwierigsten in einer laufenden Saison sind", wie er gegenüber Sport1.de erklärt.

Es sei aber "auch was Geiles", dass nun "ebenso wichtige Spiele auf dem Plan stehen".

Alle Kräfte bündeln

In diesem Sinne fordert auch Pavicevic, dass seine Schützlinge die Probleme ausblenden und an der Größe der Herausforderung wachsen.

Die Situation sei "nicht gerade optimal", so der Coach: "Aber in einer langen Saison gibt es zwangsläufig solche nicht so idealen Momente."

Seine Weisung: "In diesem außergewöhnlichen Spiel müssen wir all unseren Willen und all unser Können mit dem Ziel zusammenlegen, die nächste Runde zu erreichen."

Das Wissen, dass das nicht ausreichen könnte, "darf uns nicht davon abhalten, unser Bestes zu geben".

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