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Adam Chubb feierte gegen Badalona sein Comeback und kam auf zehn Punkte © imago

Die Blessuren sind egal: Nach der "Schlacht von Badalona" peilt Berlin schon das nächste Ziel an. Die Dragons hadern.

München - Center Blagota Sekulic hatte einen Schneidezahn verloren, Spielmacher Rashad Wright hielt die Hand vor das lädierte Auge.

Und Topscorer Immanuel McElroy konnte vor Krämpfen kaum noch gehen.

Die "Schlacht von Badalona" hatte bei den Spielern des deutschen Basketball-Pokalsiegers ALBA Berlin ihre Spuren hinterlassen. (DATENCENTER: Ergebnisse Tabelle der Gruppe I)

Doch nach dem hart erkämpften 68:62 (20:26) bei Joventut Badalona und dem ersten Einzug einer deutschen Mannschaft ins Viertelfinale des Eurocups war der Schmerz schnell vergessen.

Wright Netzhaut löst sich

"Das ist der Wahnsinn. Das Spiel war ein großes in der Geschichte von Alba Berlin", sagte ALBA-Sportdirektor Henning Harnisch und lobte den Kampfgeist der Berliner Spieler: "Die eine Hälfte humpelt, bei einem fehlt ein Zahn, der andere hat einen Finger ins Auge bekommen. Alle mussten und sind weit über ihre Grenzen gegangen."

Wright muss nun zwei Wochen lang pausieren. Ein Teil der Netzhaut musste nach Angaben der "Berliner Morgenpost" per Laser befestigt werden.

Vor dem Spiel war der Druck groß gewesen. Denn ALBA musste unbedingt gewinnen, um ins Viertelfinale des vor acht Jahren gegründeten zweitwichtigsten europäischen Wettbewerbs einzuziehen.

Doch mit einem Kraftakt im letzten Spielviertel, das die Gäste 33:20 gewannen, wurde das große Ziel noch erreicht. Bester Werfer beim früheren deutschen Serienmeister war Flügelspieler McElroy mit 14 Punkten.

Hapoel Jerusalem wartet im Viertelfinale

"Jetzt, wo wir unter den letzten Acht sind, wollen wir noch mal einen Schritt machen. Das Final Four ist das große Ziel", sagte Harnisch mit Blick auf das Endspielturnier am 17. und 18. April im spanischen Vitoria.

Doch zuvor muss der Bundesliga-Spitzenreiter in der Runde der besten Acht Hapoel Jerusalem besiegen.

Das Hinspiel findet am 24. März in Israel statt, eine Woche später kommt es zum Rückspiel in Berlin.

Quakenbrück scheitert knapp

Dagegen verloren die Brose Baskets Bamberg ihr bedeutungsloses letztes Eurocup-Gruppenspiel bei Benetton Basket Treviso 70:86 (40:44).

Schon vor der Begegnung stand das Ausscheiden des deutschen Meisters von 2005 und 2007 fest.

Zudem kassierten die Artland Dragons Quakenbrück im "Endspiel" um den Einzug ins Viertelfinale der drittklassigen Eurochallenge eine bittere 67:69-Niederlage bei KK Zagreb (32:34) und schieden ebenfalls aus.

"Wir haben ein sehr gutes Spiel gezeigt, es ist schwer zu akzeptieren, dass wir verloren haben", sagte Dragons-Coach Thorsten Leibenath.

"Deutsche Bilanz hervorragend"

Neben ALBA bleibt die BG Göttingen als weiteres deutsches Team im Europapokal vertreten. Die "Veilchen" treffen im Viertelfinale der Eurochallenge ab dem 23. März auf BC FMP Belgrad.

Obwohl Göttingen schon vorher als Gruppensieger feststand, feierte der Bundesligist zum Abschluss noch einen 86:67 (42:21) bei den Eiffel Towers den Bosch.

Das insgesamt gute Abschneiden der deutschen Teams freute auch den Geschäftsführer der Basketball-Bundesliga.

"Wir als Liga sind absolut erfreut darüber, dass es die Mannschaften geschafft haben", sagte Jan Pommer. "Zudem ist Quakenbrück nur ganz haarscharf ausgeschieden, beinahe wären drei Mannschaften weitergekommen. Aber auch so ist die Bilanz hervorragend."

Der BBL-Chef hofft nun auf weitere Erfolge: "Sowohl Alba als auch Göttingen ist es durchaus zuzutrauen, dass sie es ins Final Four schaffen."

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