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Berlins Julius Jenkins fand im Finale gegen Valencia nicht ins Spiel © imago

Ausgerechnet im Finale gegen Valencia erwischen die Berliner einen rabenschwarzen Abend. ALBA findet nie wirklich ins Spiel.

Vitoria - Dem deutschen Pokalsieger ALBA Berlin ist der große Coup auf europäischer Bühne nicht geglückt.

Die Albatrosse verloren in Vitoria das Finale des Final-Four-Turniers im Eurocup gegen Power Electronics Valencia 44:67 (22:36) und verpassten damit ihren zweiten Europapokal-Triumph der Vereinsgeschichte. ALBA hatte 1995 den Korac-Cup gewonnen.

Am Samstag hatte der achtmalige deutsche Meister ALBA Berlin im Halbfinale Bizkaia Bilbao mit 77:70 (35:30) bezwungen und damit vor den spanischen Fans in Vitoria für eine kleine Überraschung gesorgt.

Valencia, Tabellenvierter der spanischen Liga, setzte sich gegen den Panellinios BC mit 92:80 durch. Die Griechen verloren auch das Spiel um Platz drei gegen Bilbao mit 67:76. (DATENCENTER: Eurocup)

Berlin nur am Anfang gut

ALBA hielt im Finale gegen Valencia vor 5200 Zuschauern anfangs noch gut mit, überzeugte im ersten Viertel mit einer starken Defense.

Allerdings war die Wurfausbeute schwach. Das sollte sich bis zur Schlusssirene auch nicht ändern, am Ende stand eine Quote von lediglich rund 30 Prozent. "In der Offensive hat nichts geklappt. Es schien, als wenn heute nichts möglich war", sagte ALBAs Julius Jenkins.

ALBA-Coach Luka Pavicevic zeigte sich nach dem Spiel als fairer Verlierer: "Wir konnten heute nicht mithalten. Das bessere Team hat gewonnen."

Vorentscheidung im zweiten Viertel

Die Vorentscheidung fiel im zweiten Viertel, das die Spanier mit 25:12 für sich entschieden.

Von dem klaren Halbzeitrückstand von 22:36 erholten sich die Berliner nicht mehr, Valencia präsentierte sich stets aggressiver. Kein Berliner erzielte eine zweistellige Punktzahl.

Beste Werfer waren Derrick Byars und Steffen Hamann mit jeweils neun Zählern. Bei Valencia ragte Kosta Perovic mit 17 Punkten heraus.

400 Berlin Fans

Trotz der klaren Niederlage im Endspiel hinterließen die Berliner in Europa Eindruck. Ein Lob hatten sich auch die angereisten ALBA-Fans verdient.

Rund 400 von ihnen konnten am Freitag wegen des Vulkanausbruchs auf Island und des daraus resultierenden Flugchaos in Europa nicht nach Spanien fliegen.

Sie stiegen in Busse um und nahmen die Reisestrapazen auf sich.

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