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In Saison 07/08 kam Krstic (l.) auf 6,6 Punkte und 4,4 Rebounds pro Spiel © getty

Auch der Serbe verlässt die NBA gen Europa. Beim russischen Verein, der 2008 an den Dragons scheiterte, hat der Nets-Center "ausgesorgt".

Von Michael Spandern

München - Die Liste nimmt kein Ende. Josh Childress, Bostjan Nachbar, Juan Carlos Navarro, Jorge Garbajosa, Carlos Delfino und Primoz Brezec haben die NBA schon des Geldes wegen verlassen.

Nun geht auch Nenad Krstic nach Europa, weil ein russischer Verein deutlich mehr bietet als die New Jersey Nets.

Sein Berater Marc Cornstein verriet, dass der eingeschränkte Free Agent einen Zwei-Jahres-Vertrag über sechs Millionen Euro bei Triumph Moskau unterschrieben hat.

Cornstein habe eine Frist bis Dienstag um 0 Uhr gehabt, um ein adäquates Angebot für den Center bekommen, das zumindest dem NBA-Durchschnittsverdienst von rund fünf Millionen Dollar entspricht.

Karriereknick nach Kreuzbandriss

"Aber am Ende des Tages hat Triumph einfach am meisten Liebe angeboten", umschrieb er bei "ESPN" blumig. "Der Deal war zu gut, um ihn auszuschlagen." "Ich habe mit diesem Vertrag für mein Leben ausgesorgt", jubelte auch Krstic.

"In Amerika habe ich kein gleichwertiges Angebot erhalten", sagte er der Website "Hoopsworld".

Er war mit durchschnittlich 16,4 Punkten und 6.8 Rebounds pro Partie ein Kandidat für das All-Star-Game 2007, bis er sich einen Kreuzbandriss zuzog.

Von den Dragons ausgeschaltet

Sein Comeback verlief nicht reibungslos, daher bekam der 25-Jährige nicht wie erhofft einen Zwei-Jahres-Vertrag über mindestens fünf Millionen Dollar.

Nun wechselt er zu einem Moskauer Retortenverein, der sich 2008 im Sechzehntelfinale des ULEB-Cups gegen die Artland Dragons verabschiedete.

Das dreifache Gehalt

Auch in der kommenden Saison spielt Triumph als Vierter der russischen Liga nicht in der Europaliga. Doch von der Finanzkraft ist der Verein offenbar weiter.

Zumal Krstic sein Gehalt anders als in den USA netto einstreicht und damit im Vergleich zu den letztjährigen 2,76 Millionen Dollar in New Jersey mehr als das Dreifache.

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