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Marco Baldi war für Ludwigsburg und Charlottenburg in der Bundesliga aktiv © imago

Vor dem Eurocup-Duell gegen Sevilla spricht ALBA-Geschäftsführer Marco Baldi bei SPORT1 über die Krise und die Trainerfrage.

Von Philipp Langer

München - Vor dem Heimspiel gegen Cajasol Sevilla (Di., 20 Uhr LIVESCORES) in der Top-16-Runde des Eurocups herrscht bei ALBA Berlin zunehmend Ratlosigkeit.

Denn eigentlich hat der Hauptstadtklub bereits alles versucht um die nicht enden wollende Krise zu stoppen.

Zuletzt erfolgte der Trainerwechsel und die Umstellung des Spielsystems. Und dennoch hält die Negativserie weiter an.

Mittlerweile scheint sogar das Prinzip Hoffnung in Berlin zu regieren: "Irgendwann muss der Knoten ja platzen", erklärt ALBA-Geschäftsführer Marco Baldi gegenüber SPORT1. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

ALBA in der Krise - Cajasol oben auf

Dass die "Albatrosse" aber ausgerechnet gegen Cajasol wieder zurück in die Erfolgsspur finden, darf bezweifelt werden (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1).

Die Spanier galten schon vor der Eurocup-Saison als klarer Favorit, überzeugten zudem beim 76:67-Hinspielsieg und feierten zuletzt sechs Siege in Folge.

"Sevilla ist voll da, ausgeruht und durch die Rückkehr von Spielmacher Earl Calloway wieder komplett", scheint auch Baldi wenig zuversichtlich und ergänzt: "Zu diesem Zeitpunkt wünscht man sich sicherlich einen anderen Gegner."

Die Suche nach dem Selbstbewusstsein

Trotzdem will sich Baldi nicht schon im Vorfeld geschlagen geben: "Noch sind wir am Leben. Die Einstellung im Team stimmt zu 100 Prozent."

Das große Aufbäumen ist in Berlin dennoch nicht zu erkennen. Dem ehemaligen Vorzeigeteam fehlt vor allem das Selbstbewusstsein vergangener Tage.

"Wir sind wütend und enttäuscht, so eine schlechte Stimmung habe ich nach einem Spiel noch nie erlebt", konnte auch ALBA-Center Yassin Idbihi seinen Frust nach der vierten Pflichtspielniederlage hintereinander beim 84:89 in Ludwigsburg nicht verbergen.

Selbst Trainer Muli Katzurin, der vor drei Wochen Luka Pavicevic ersetzt hatte, zeigte sich nach der jüngsten Niederlage in der Beko BBL ratlos: "Es läuft derzeit bei uns nicht", kommentierte der 56-Jährige knapp.

"Die Wochen der Wahrheit"

Nach nur zwei Siegen aus den letzten sechs Spielen sollte sich das jedoch schnellstmöglich ändern.

"Wir haben jetzt nur noch Wochen der Wahrheit", erklärt Baldi die restlichen Partien der Saison zu Finalspielen und ergänzt: "Alleine in der Liga spielen wir jede Woche um die Qualifikation für die Playoffs."

Wie es letztlich wieder nach oben geht, glaubt der 48-Jährige zudem auch zu wissen.

"Wir dürfen uns nicht verrückt machen lassen. Bei aller Anspannung müssen wir die Ruhe behalten. Die hat uns vor allem in den letzten beiden Spielen gefehlt."

Trennung im Sommer?

Ruhe strahlt Baldi auch in der Diskussion um eine vorzeitige Trennung von Katzurin aus.

"Wir haben vor drei Wochen keinen neuen Trainger geholt um uns gleich wieder von ihm zu trennen. Katzurin ist ohnehin keiner, den man mal schnell holt, um eine Lücke zu füllen. Er ist ein Trainer mit Profil und wir geben ihm weiter die Möglichkeit, auf das Team einzuwirken."

Worte, denen die Tatsache gegenübersteht, dass Katzurin nur einen Vertrag bis zum Saisonende bekommen hat.

Was danach kommt? Baldi hält sich weiterhin bedeckt: "Unser Fokus liegt auf dieser Saison. Was nächste Spielzeit ist werden wir sehen."

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