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Pedrag Suput spielte von 2004 bis 2006 für Partizan Belgrad © imago

Bambergs Eurocup-Gegner schlug die Franken zuletzt heftig und hat einen Startrainer geholt. Auch Artland muss nach Belgrad.

Von Liane Killmann

In der Bundesliga nach dem Überraschungssieg gegen ALBA Berlin (Bamberg kriegt ALBA klein) wieder in der Spur, steht Bambergs Tauglichkeitsbeweis Bamberg im Eurocup noch aus.

Nachdem die Brose Baskets mit ihrem 39:69 gegen Turow Zgorzelec den Negativrekord des Wettbewerbs aufstellten, kämpfen sie in ihrem ersten Eurocup-Auswärtsspiel bei Roter Stern Belgrad auch um ihren Ruf.

Zumal sie eine zweite Packung in schlechter Erinnerung haben: Im vergangenen Euroleague-Wettbewerb kassierten sie bei Roter Stern eine 37:85-Schlappe.

"Drachen" in der Talentschmiede

Nach Belgrad müssen auch die Artland Dragons (18 LIVESCORES), die nach dem eindrucksvollen Auftakterfolg gegen Bologna allerdings gestärkt zur Talentschmiede von FMP Zeleznik reisen.

Allerdings verloren die in dieser Saison äußerst inkonstanten "Drachen" am Sonntag in Trier und müssen weiterhin auf Center Darius Hall verzichten (alle Ergebnisse).

"Wir müssen permanent konzentriert spielen, denn sonst kann Belgrad in einen Lauf kommen", warnt Trainer Thorsten Leibenath vor den jungen Gegnern, die ihr Auftaktmatch in Valencia allerdings klar verloren.

Feuerwerkskörper in der Halle

Beim Bamberger Gastspiel stehen beide Teams bereits mächtig unter Druck, wollen sie den Sprung ins Achtelfinale schaffen: Roter Stern unterlag in Belgien überraschend Spirou Charleroi mit 65:71. Und nur die ersten beiden Teams der Vierergruppe qualifizieren sich im zweithöchsten europäischen Wettbewerb für die K.o.-Runde.

Leicht wird es gegen den Dritten der Adria-League sicher nicht, zumal die "Pionir Sports Hall" ist für ihre aufgeheizte Atmosphäre bekannt. Beim Belgrader 85:37-Kantersieg wurden auch Feuerwerkskörper gezündet.

Nach der Vorstellung der Bamberger gegen ALBA Berlin (Berlins Boykottplan) traut Trainer Chris Fleming seiner Mannschaft jedoch einiges zu: "Wir können mit viel Selbstvertrauen ins Spiel gehen."

Ihm gegenüber steht mit dem vor der Saison verpflichteten Svetislav Pesic eine Trainer-Legende, die für vier Meistertitel und zwei Pokalsiege von ALBA Berlin sowie den deutschen EM-Titel von 1993 verantwortlich war.

Auch auswärts Härte beweisen

Beim ersten Auswärtsauftritt auf europäischer Bühne hofft Fleming, dass seine Mannen "in der Defensive die entsprechende Härte auch auswärts aufs Parkett zu bringen".

Ein Bamberger freut sich auf ein Heimspiel in Belgrad: Predrag Suput, der von 2004 bis 2006 beim Lokalrivalen Partizan spielte und heute vor den Augen seiner Familie aufläuft.

Fleming erhofft sich von "Peja" Suput vor allem die zuletzt gezeigten Führungsqualitäten: ?Meine Erwartung ist, dass er uns den Weg zeigt.? Allein Suput schenkte ALBA 23 Punkte ein. Doch die Leistungen des Serben schwanken in dieser Saison extrem.

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