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Athens Mike Batiste (r.) verhindert einen Korb von Lynn Greer (Piräus, l.) © getty

Augenschmaus statt Krawalle: Im griechischen Titanenkampf besiegt Panathinaikos hauchdünn Olympiakos und greift nach dem Titel.

Aus Berlin berichtet Michael Spandern

Berlin - Die befürchteten Krawalle blieben aus, stattdessen sahen 13.500 Zuschauer im Berliner "Hochsicherheitstrakt" am Ostbahnhof Basketball der Extraklasse:

Im griechischen Hassduell besiegte Panathinaikos Athen den Etatkrösus Olympiakos Piräus mit 84:82 (43:41) und greift am Sonntag (20 Uhr LIVESCORES) nach dem fünften Titel in Europas Königsklasse.

Gegner ist der Titelverteidiger ZSKA Moskau, der in einem ebenso packenden Spiel den FC Barcelona mit 82:78 (32:36) ausschaltete. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Fotsis gedemütigt

Mit Olympiakos schied auch Small Forward Josh Childress aus, der im Vorjahr noch für die Atlanta Hawks in der NBA spielte.

Der ehemalige "Falke" flog zwar wie ein solcher zum spektakulärsten Dunking des Abends und demütigte Athens Big Man Antonis Fotsis mit einem ans Brett geklemmten Wurfblock, doch die Roten zogen gegen die Grünen dennoch den Kürzeren.

Das lag neben Point Guard Sarunas Jasikevicius, der 16 seiner 18 Punkte nach der Halbzeit erzielte und den letzten Assist gab, vor allem an Nikola Pekovic.

Fanblöcke weit auseinander

Der Center war mit 20 Punkten Topscorer und markierte mit einem Korbleger rund eine Minute vor Schluss auch den Endstand.

Auf der Gegenseite überzeugte neben Allzweckwaffe Childress (11 Punkte, 4 Rebounds, 3 Steals) sein amerikanischer Landsmann Lynn Greer mit 18 Punkten.

Ausschreitungen blieben im Vorfeld des Halbfinals aus. Und in der Arena wurden die Fanlager weit auseinander gehalten, sodass es nur zu Drohgebärden kam.

Siskauskas' unglaubliche Serie

ZSKA hatte seinen Sieg vor allem dem Litauer Ramunas Siskauskas zu verdanken, der 25 seiner 29 Punkte in der zweiten Hälfte erzielte und im Schlussviertel eigenhändig mit einem 11:0-Lauf das Blatt zum 67:61 wendete.

Zuvor hatte Barca die Partie beherrscht und war nie in Rückstand, obwohl NBA-Rückkehrer Juan Carlos Navarro bereits in der 15. Minute sein drittes Foul kassierte.

Dafür sprang David Andersen in die Bresche: Der australische Big Men traf alle seine sechs Zweier und die Hälfte seiner sechs Dreierversuche - am Ende standen 24 Punkte für Anderswn zu Buche.

Auch Grimau kämpft mit Foulproblemen

Barcelona hatte bereits nach sechs Minuten 17:6 vorn gelegen, doch nach einem Dreier des russischen Europameisters J.R. Holden in der 18. Minute war die Partie ausgeglichen (30:30).

Andersen stellte mit einem Tip-In mit der Sirene den Halbzeitstand her, sein Dreier und ein Dunking von Roger Grimau, der ebenfalls mit Foulproblemen zu kämpfen hatte, bedeuteten das 41:32 für die Katalanen..

Doch Siskauskas' erster Dreier glich die hochklassige Begegnung zum 52:52 (28.) erneut aus - und war der Aperitif für die große Show des litauischen Nationalspielers.

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