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Julius Jenkins wechselte 2006 von Euphony Bree zu ALBA Berlin © imago

Nach dem Sieg in der ersten Runde gegen Le Mans haben die Berliner gegen Maroussi Athen den Euroleague-Einzug dicht vor Augen.

Von Robert Gherda

München/Berlin ? Der erste Schritt in Richtung Euroleague ist nach dem Erfolg gegen Le Mans Sarthe getan.

In Runde zwei der Qualifikation wartet Maroussi Athen, das sich in einem rein griechischen Duell etwas überraschend gegen Aris Saloniki durchsetzte.

Die Gedanken von ALBA-Trainer Luka Pavicevic drehten sich bereits direkt nach Schlusspfiff gegen Le Mans um den kommenden Gegner:

Volle Konzentration auf Maroussi

"Das ist erst die Hälfte des guten Jobs, den wir tun müssen. Jetzt erwartet uns mit Maroussi eine noch größere Herausforderung", so Pavicevic.

"Wir müssen diese Runde vergessen und uns auf die nächste konzentrieren."

Sollten die Berliner auch die Hürde Maroussi meistern, würde das Team doch noch die lukrative Euroleague erreichen und sich mit den besten Teams Europas messen können.

Doch einfach wird es nicht, denn der Gegner hat es in sich.

Das Team aus Athen, bei dem auch der Ex-Berliner Steven Arigbabu unter Vertrag steht, stieg im Jahr 1999 nach 18 Jahren in der 2. Liga auf.

2001 erster europäischer Titel

Seitdem hat sich Maroussi als einer der schärfsten Widersacher der beiden übermächtigen Topteams Panathinaikos und Olympiakos in der griechischen Liga etabliert.

Im Jahr 2001 gewann Maroussi mit dem Saporta Cup den ersten europäischen Titel und erreichte 2002 im Korac Cup das Halbfinale.

Damals übrigens mit dem Spieler Michael Koch, der in der vergangenen Saison als Trainer mit den Telekom Baskets Bonn die Berliner im Halbfinale aus den Playoffs warf.

Im Jahr 2004 ereichte das Team zudem noch das Finale der FIBA-Europe League.

Auch in der nationalen Liga ist die Mannschaft in den letzten sechs Saisons immer in die Playoffs eingezogen und stieß auch einmal bis ins Finale vor (2004).

Wenig Zuschauerinteresse bei Maroussi

Einen Vorteil hat ALBA beim Duell mit den Griechen jedoch.

Ein Hexenkessel wie sonst bei Spielen in Griechenland wird den deutschen Rekordmeister nicht erwarten. In der letzten Saison verzeichneten die Griechen im Schnitt nur 600 Zuschauer in der kleinen Sporthalle in Maroussi.

In der Euroleague-Qualifikation muss das Team zudem aufgrund der Euroleague-Standards nach Piräus umziehen.

Vor dem Spiel gegen ALBA am 6. Oktober im "Frieden Freundschaft" (14.700 Plätze) erklärt Maroussi deshalb den Kampf um den dritten griechischen Europaliga-Startplatz zur "nationalen Sache? und kämpft so um jeden Zuschauer.

Das Rückspiel steigt dann am 11. Oktober in Berlin.

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