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Center Blagota Sekulic war im Hinspiel mit 14 Punkten erfolgreichster Berliner © imago

Die Berliner wollen im Quali-Rückspiel gegen Maroussi eine "schräge Situation" begradige. Harnisch sagt, worauf es ankommt.

Von Michael Spandern

München - Noch vor dem ersten Spiel in der Bundesliga steht für ALBA Berlin ein K.o.-Spiel von königlicher Bedeutung an.

Im Rückspiel der 2. Quali-Runde gegen Maroussi (So., 17 Uhr) wollen die "Albatrosse" die Neun-Punkte-Hypothek aus dem Hinspiel in Athen tilgen, um wie im Vorjahr in der Euroleague mitzumischen.

Statt sich gegen Paderborn warmzuwerfen, geht es also gegen den Halbfinalisten der griechischen Liga ums Ganze - eine "schräge Situation", sagt ALBA-Sportdirektor Henning Harnisch bei Sport1.de zugibt.

"Unglückliche Pfiffe gegen uns"

Der Ex-Europameister führt diese auch als einen Grund an, warum der deutsche Pokalsieger am Dienstag eine 38:30-Halbzeitführung verspielte: "Das Team kommt erst wieder zusammen, und so sind 22 Ballverluste erklärbar."

Ausschläge im Negativen, wie auch der 0:15-Fehlstart beim Hinspiel der 1. Quali-Runde in Le Mans, würden im Verlaufe der Saison immer seltener.

Doch er ärgert sich auch über die Referees: "Wir haben uns dennoch wieder auf drei Punkte herangekämpft. Doch dann gab es zwei unglückliche Pfiffe gegen uns."

ALBA mit Problemen im Rebound

Doch ALBA schaut längst wieder nach vorne: "Im Rückspiel haben wir durchaus eine Chance weiterzukommen, zumal wir zu Hause vor vielen Fans spielen", sagt Harnisch. "Aber wir müssen unsere Fehler abstellen, ruhiger spielen und die Griechen kollektiv vom Korb wegsperren, damit wir die Rebounds holen."

Im Hinspiel habe Maroussi in der zweiten Hälfte acht Offensiv-Rebounds geholt und daraus leichte Punkte gemacht.

"Der Gegner hat nach der Pause aggressiver und härter gespielt, sodass unsere Probleme auch nicht von ungefähr kamen", erläutert der 41-Jährige.

Falls ALBA scheitert, wäre das wirtschaftlich kein Beinbruch für den Branchenprimus - und sportlich auch nicht: "Wenn wir es nicht schaffen, geht es eben im Euro-Cup weiter. Vielleicht fehlt da die Aura der europäischen Königsklasse - aber vom Niveau ist das auch ausgezeichnet", findet Harnisch.

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