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Jason Gardner kam 2007 aus Bonn nach Oldenburg © getty

Der Deutsche Meister beginnt das Euroleague-Experiment in Polen mit Sorgen. Dort trifft man auf einen deutschen Nationalspieler.

Von Robert Gherda

München/Oldenburg ? Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte dürfen sich die Basketballer der EWE Baskets Oldenburg mit den besten europäischen Teams in der Euroleague messen.

Und die Euphorie beim deutschen Meister in Oldenburg ist grenzenlos.

"Das ist für Oldenburg und uns eine tolle Sache", freut sich EWE-Coach Predrag Krunic auf die bevorstehenden Aufgaben.

Zum Auftakt bekommen es die Niedersachsen gleich mit einem echten Kracher zu tun.

Zum Auftakt gegen Gdynia

Am Mittwoch (ab 19.45 Uhr LIVESCORES) müssen die EWE-Baskets beim sechsfachen polnischen Meister Asseco Prokom Gdynia antreten.

Der ungeschlagene Tabellenführer der polnischen Liga hat mit Center Pape Snow, Forward Ronald Burrell (früher Bonn und Köln) sowie Spielmacher Daniel Ewing herausragende Spielerpersönlichkeiten in ihren Reihen.

Dementsprechend groß ist der Respekt bei den Oldenburgern:

"Gdynia verfügt über eine eingespielte Mannschaft. Alle Positionen sind exzellent besetzt", erklärte Krunic.

Wiedersehen mit Jagla

Seit dieser Saison ist zudem auch der deutsche Nationalspieler Jan-Hendrik Jagla bei den Polen unter Vertrag.

Über eine solche Tiefe verfügen die EWE-Baskets nicht und zu allem Überfluss muss Krunic gegen Gdynia auch noch auf Superstar Jason Gardner verzichten.

Gardner, der in der vergangenen Saison zum besten Spieler der Liga gewählt wurde, fällt wegen einer Rückenverletzung aus.

Dennoch hofft der Trainer auf ein engagiertes Auftreten seiner Mannschaft:

"Das ist für alle eine neue Erfahrung. Wir werden sehen, wie die Jungs mit dieser Ausgangslage umgehen", sagte der 41-jährige Bosnier.

Generalprobe verpatzt

Wichtig wird vor allem sein, die knappe 67:69-Niederlage gegen ALBA Berlin bei der Generalprobe in der Bundesliga aus den Köpfen zu bekommen. Krunic ist diesbezüglich jedoch sehr optimistisch:

"Diese Niederlage ist abgehakt, wir konzentrieren uns jetzt ganz und voll auf unsere Aufgabe in Polen", so der Meistertrainer.

Ein guter Start wäre besonders wichtig, denn die Gegner in der Gruppe D werden keinesfalls leichter.

Schwere Gruppe

Die Baskets bekommen es dort mit Titelverteidiger Panathinaikos Athen, der bisher fünfmal die Euroleague gewinnen konnte, Real Madrid, Olimpia Mailand und Chimki Moskau zu tun.

"Wir messen uns mit den besten Teams in ganz Europa und wollen so gut wie möglich abschneiden", erklärte Krunic.

Um in der höchsten europäischen Spielklasse zu bestehen, wird nichts dem Zufall überlassen: Im Training wird derzeit nur mit den offiziellen Euroleague-Bällen geworfen.

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