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Zweitbester Oldenburger Werfer mit 20 Punkten: Je'Kel Foster © getty

Oldenburg bejubelt den historischen Sieg auf Europas großer Bühne. Der Coach agiert, als bekäme er Kilometer-Geld.

Oldenburg - Nach der gelungenen Premiere auf Europas großer Basketball-Bühne verneigten sich die Profis der EWE Baskets Oldenburg vor ihren wenigen mitgereisten Fans.

Die waren Augenzeugen, als mit dem 87:81 (46:44)-Sieg zum Euroleague-Debüt beim polnischen Titelträger Asseco Prokom Gdynia nach dem Gewinn der ersten deutschen Meisterschaft im Juni ein weiteres Erfolgskapitel der Vereinsgeschichte geschrieben wurde.

"Nicht schlecht für eine Premiere, oder?" fragte Trainer Predrag Krunic voller Stolz in die Runde.

Der Auftritt seiner Mannschaft verdiente in der Tat Respekt. Von Nervosität oder mangelnder Erfahrung war nichts zu sehen.

"Geht konzentriert zu Werke"

"Ich habe meinen Jungs gesagt: Geht konzentriert zu Werke, dann haben wir eine Chance", verriet Krunic. Schließlich sei es auch für den Gegner das erste Spiel der europäischen Saison gewesen. "Da weiß man oft noch nicht, wo man steht."

Jetzt wissen die Oldenburger zumindest, wie stark einer ihrer direkten Kontrahenten im Kampf um einen der ersten vier Plätze in der Sechser-Gruppe und den Einzug in die Zwischenrunde ist.

Doch wo sie insgesamt in Europas Basketball einzuordnen sind, wird das zweite Gruppenspiel, gleichzeitig der erste Euroleague-Auftritt vor eigenen Fans, am nächsten Mittwoch (ab 20 Uhr ) gegen AJ Mailand zeigen

Schlechte Vorzeichen wegen Gardner

Zunächst genossen die Oldenburger den ersten Sieg, an den sie scheinbar gar nicht so recht geglaubt hatten.

Zumal Kapitän Jason Gardner wegen starker Rückenprobleme die Reise nicht antreten konnte und sich stattdessen in München untersuchen ließ.

Doch die Baskets kompensierten den Ausfall durch exzellentes Teamplay.

Paulding macht den ersten Korb

"Wir wussten, dass wir hier nur als Team bestehen können und bis zum letzten Ball hart kämpfen müssen. Das haben wir geschafft und deshalb verdient gewonnen", meinte Rickey Paulding, der mit 23 Punkten vor Je'Kel Foster (20 Punkte) bester Werfer und Akteur seiner Mannschaft war.

Paulding hatte nach 113 Sekunden auch den ersten Korb der Oldenburger in der Euroleague markiert.

Das eigentliche Erfolgsrezept der Baskets war jedoch erneut ihre Gelassenheit.

Krunic tigert auf und ab

Während ihr Chefcoach an der Seitenlinie ein beeindruckendes Laufpensum absolvierte, ließ sich seine lange Garde auf dem Parkett kaum aus der Ruhe bringen.

Selbst in kritischen Phasen blieb sie in der Spur - und traf notfalls auch kurz vor Ablauf der 24-Sekunden-Uhr.

So wie Paulding, dessen Dreier kurz vor der Schlusssirene den historischen Sieg endgültig perfekt machte - und den Fans Appetit auf das Gastspiel des italienischen Vizemeisters aus Mailand.

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