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Predrag Krunic trainiert die EWE Baskets Oldenburg seit 2007 © imago

Nach der Euroleague-Heimpleite gegen Mailand beklagen die Spieler des Meisters mangelnde Cleverness. Der Coach analysiert kühl.

Oldenburg - Punkte verloren, Erfahrung gewonnen - gegen den 25-maligen italienischen Titelträger AJ Mailand hingen die Körbe für den Deutschen Meister EWE Baskets Oldenburg bei seiner Heimpremiere in der Euroleague noch etwas zu hoch.

"Wir hatten die Partie lange im Griff, aber am Ende fehlte uns die Abgezocktheit", erklärte Center Ruben Boumtje Boumtje die 70:79 (35:34)-Niederlage gegen die favorisierten Gäste.

Dies galt besonders für den Kameruner selbst, der schon früh mit vier Fouls belastet war und in der Schlussphase kaum noch zum Einsatz kam.

In der Königsklasse angekommen

Aber immerhin 35 der 40 Spielminuten konnten die Baskets fast durchgehend unter Beweis stellen, dass sie schon nach zwei Vorrundenspielen in der Königsklasse des europäischen Basketballs angekommen sind.

Meistens war es das mit Stars gespickte Team aus der Lombardei, das einem Rückstand hinterherlaufen musste. Mailands Coach Piero Bucchi war nach der engen Partie auf jeden Fall nur noch erleichtert: "Der Fehlstart mit zwei Niederlagen ist zum Glück verhindert."

Kleinste Fehler entscheiden

Lernen mussten die Gastgeber vor 2874 Zuschauern in der Weser-Ems-Halle, dass schon ein winziges Nachlassen und kleinste Fehler auf diesem Niveau entscheidend sein können.

"Wir haben nicht zu viel Respekt vor dem Gegner gehabt, daran lag es nicht. Wir haben einfach in der Schlussphase nicht mehr ganz so gut verteidigt und nicht mehr ganz so gut getroffen, das war es", analysierte Baskets-Trainer Predrag Krunic.

Platz vier als Ziel

Doch der Bosnier machte seinen Spielern deswegen keine Vorwürfe: "Wir hatten eine gute Chance, dieses Spiel zu gewinnen, und das ist ein gutes Gefühl. Wir dürfen also optimistisch nach vorn blicken."

Ziel der Niedersachsen ist Rang vier in der Vorrundengruppe D, um die zweite Gruppenphase der besten 16 Mannschaften Europas zu erreichen.

"Das Maximum erreichen"

Schon in der vergangenen Woche hatte sich Polens Meister Asseco Prokom beim 87:81-Sieg in Gdynia als schlagbarer Gegner erwiesen, man hat bei den Norddeutschen die Außenseiterrolle selbstbewusst angenommen.

Krunic: "Wir wollen nicht nur mitspielen, sondern auch das Maximum erreichen."

Die nächste Gelegenheit dazu hat sein Team schon am 4. November (18 Uhr LIVESCORES) beim russischen Vize-Meister Chimki Moskau. Genau eine Woche später kommt dann das Starensemble von Real Madrid (20 Uhr LIVESCORES) nach Oldenburg.

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