vergrößernverkleinern
Je'Kel Foster erzielt in der Bundesliga durchschnittlich 14,7 Punkte pro Spiel © getty

Die derbe 61:104-Packung bei Real in der Euroleague gibt den Baskets Oldenburg zu denken. In der Bundesliga hakt es ebenfalls.

Oldenburg - Kapitän Rickey Paulding schüttelte beim Verlassen des Spielfeldes ungläubig den Kopf, Trainer Predrag Krunic starrte mit müdem Blick ins Leere.

Die 61:104 (37: 58)-Lehrstunde gegen den spanischen Rekordmeister Real Madrid endete für die EWE Baskets Oldenburg in einer diffusen Gemengelage aus Staunen und Resignation. (DATENCENTER: Die Gruppe D)

Und zeigte brutal auf, wie wenig der deutsche Meistertitel auf höchster europäischer Ebene wert ist.

"Niederlagen gehören dazu"

"Das gehört in der Euroleague leider auch dazu, keine Chance zu haben. Es war eine schwere Niederlage, aber auch eine gute Erfahrung auf hohem Niveau", bilanzierte der Bosnier die einseitige Partie.

Ein einziges Mal lagen die Niedersachsen mit 3:2 in Führung, danach aber waren sie nur noch ein dankbares Opfer der Gäste, die mit sichtlicher Spielfreude ihren hilflosen Gegner geradezu genüsslich sezierten.

Krasser Leistungsunterschied

Der Leistungsunterschied war derart krass, dass auch das Mitwirken des seit Wochen an Rückenproblemen laborierenden Spielmachers Jason Gardner das Debakel wohl bestenfalls ein wenig abgemildert hätte.

"Wir waren in der Offensive und in der Defensive nicht so aggressiv wie in den ersten Spielen. Ich hoffe, wir können daraus lernen", analysierte Paulding, der als einziger Oldenburger fast durchspielte und immerhin 14 Punkte sammeln konnte.

Baskets Gruppenletzter

Die hohe Pleite warf die Norddeutschen schon nach vier von zehn Partien und nur einem Sieg in der Vorrundengruppe D auf den sechsten und letzten Tabellenplatz zurück.

Um vielleicht doch noch Rang vier und damit die Zwischenrunde zu erreichen, müssen nun Erfolge in den Schlüsselspielen gegen Asseco Prokom Gdingen und bei AJ Mailand her.

Beim nächsten Auftritt am 25. November (18.30 Uhr LIVESCORES) bei Panathinaikos Athen dürfte man chancenlos sein.

Pause kommt gelegen

Eine internationale Verschnaufpause, die dem Baskets-Coach sehr gelegen kommt: "Diese Belastungen sind ungewohnt für das Team."

So steht zunächst der Bundesliga-Alltag mit Heimspielen gegen die Paderborn Baskets (19. November, ab 20 Uhr LIVESCORES) und TBB Trier (22. November, ab 20 Uhr LIVESCORES) wieder im Vordergrund.

Denn auch in der Liga hat der Titelverteidiger, derzeit nur Tabellenneunter, Nachholbedarf.

Zurück zur Startseite Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel