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Ex-Grizzly Juan Carlos Navarro traf vier Dreier und erzielte 21 Punkte © imago

Der NBA-Heimkehrer führt Barca ins Final Four der Königsklasse. Vitoria scheitert trotz des MVP-Auftritts eines Außenspielers.

München - Der FC Barcelona hat das Prestigeduell gegen Real Madrid für sich entschieden und zum elften Mal seit 1988 das Final Four in der Euroleague erreicht - so oft wie kein anderes Team in der Geschichte der europäischen Königsklasse.

Barca setzte sich in Spiel 4 der Viertelfinals mit 84:78 (45:41) in Madrid durch und gewann die Best-of-Five-Serie 3:1. (DATENCENTER: Euroleague)

Auch in den drei anderen Serien fiel am Donnerstagabend die Entscheidung: 1992er-Sieger Partizan Belgrad, Olympiakos Piräus und der Vorjahreszweite ZSKA Moskau komplettieren das Viererturnier, das am 7. und 9. Mai in Paris steigt.

Drei aus dem Berliner Final Four

Mit Barcelona und Moskau, zwischen denen es in der französischen Hauptstadt zur Halbfinal-Revanche kommt, sowie Olympiakos sind drei Teams unter den letzten Vier, die auch im Final Four 2009 in Berlin um den Titel stritten.

Nur Titelverteidiger Panathinaikos Athen scheiterte bereits in der Top-16-Runde, in der er hinter Barca und Belgrad landete.

Die Katalanen verdankten ihren Auswärtssieg vor allem Wurfkünstler Juan Carlos Navarro, der 2008 für ein Millionengehalt von den Memphis Grizzlies aus der NBA zu seinem Heimatklub zurückgekehrt war.

Rubio verbessert seine Bestmarke

Navarro erzielte 21 Punkte und verschaffte Barca mit zwei Dreiern in Folge einen 56:49-Vorsprung im dritten Viertel.

Real kam zwar durch Travis Hansen und Felipe Reyes sieben Minuten vor dem Ende auf 68:70 heran. Doch dank Navarro und NBA-Draftee Ricky Rubio, der seine Euroleague-Bestleistung auf 19 Punkte schraubte, machte Barca mit 7:0 Punkten den Sack zu.

Bei den Madrilenen war der eingewechselte Europameister Sergio Llull mit 20 Punkten bester Werfer. (VIDEO: Die Highlights aus Spiel 3)

Holdens unglaublicher Zwischenspurt

ZSKA setzte sich bei Caja Laboral Vitoria mit 74:70 (30:38) durch - obwohl der Gastgeber noch im Schlussviertel mit 59:49 vorne lag und im Außenspieler Fernando San Emeterio den MVP des Spieltags hatte.

Der ehemalige U20-Nationalspieler aus Kalabrien holte neun Rebounds und kam dank vier von sieben verwandelten Dreiern auf 23 Punkte.

Doch dann drehte der russischen Spielmacher J.R. Holden (19 Punkte) auf, versenkte drei Dreier und wurde bei einem auch noch gefoult. Den Gleichstand durchbrach schließlich Raimundas Siskauskas mit einem Distanzwurf.

Childress nicht zu stoppen

Partizan bezwang vor 21.367 Fans den zweimaligen Euroleague-Champion Maccabi Electra Tel Aviv 76:67 (38:35).

Spielmacher Bo McCalebb erzielte 19 Punkte für den serbischen Pokalsieger - sechs davon während des entscheidenden 12:2-Lauf zu Anfang des Schlussviertels. Der US-Guard Andrew Wisniewski hielt mit 15 Punkten für die Israelis dagegen.

Der griechische Vizemeister aus der Hafenstadt Piräus bezwang Asseco Prokom Sopot 86:70 (50:32), obwohl der polnische Meister nach einem 20-Punkte-Rückstand noch mal auf sieben Zähler herankam.

Matchwinner war das ehemalige Ass der Atlanta Hawks, Josh Childress, der 22 Punkte markierte. Auch Milos Teodosic (15 Punkte, fünf Assists, vier Steals) und Center-Schwergewicht Sofoklis Schortsanitis (zwölf Punkte, sieben Rebounds) hatten großen Anteil am Sieg.

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