vergrößernverkleinern
Josh Childress erzielte für die Olympiakos Piräus 17 Punkte © getty

Das Ex-NBA-Ass wendet gegen Partizan das Aus für Piräus ab, Kleiza glänzt ebenfalls. Auch Barca zieht dank Rubio ins Finale ein.

Von Michael Spandern

München - Während die Atlanta Hawks im NBA-Viertelfinale das Aus vor Augen haben, greift ihr ehemaliger Edeljoker Josh Childress nach seinem ersten großen Titel.

Der Überflieger rettete den griechischen Pokalsieger Olympiakos Piräus im Euroleague-Halbfinale gegen Außenseiter Partizan Belgrad, als er sich in der Schlusssekunde einen Fehlwurf von Milos Teodosic in der Luft griff und zum Ausgleich in den Korb stopfte.

Dank 17 Punkten von Childress und dank Euroleague-Topscorer Linas Kleiza (19 Zähler, elf Rebounds) setzten sich die Roten mit 83:80 (67:67, 33:28) nach Verlängerung durch und treffen im Finale des Final Four in Paris (So., 21 Uhr LIVESCORES) auf den FC Barcelona.

Rubio egalisiert Final-Four-Rekord

Die Katalanen nahmen beim 64:54 (29:21) gegen ZSKA Moskau Revanche für die Halbfinal-Niederlage im Vorjahr in Berlin. (DATENCENTER: Die Euroleague)

Barca hatte in Fran Vasquez (elf Punkte, sechs Rebounds), Juan Carlos Navarro (zehn Zähler) und vor allem Ricky Rubio seine herausragenden Akteure.

Der Nummer-5-Pick des letztjährigen NBA-Drafts steuerte neben zehn Punkten und vier Rebounds acht Assists bei - womit der 19-Jährige den Rekord für Final-Four-Spiele einstellte, die nicht in die Verlängerung gingen.

Moskaus Ramunas Siskauskas, 2009 noch Matchwinner mit persönlichem Rekord von 29 Punkten, kam als Topscorer der Partie auf 19 Punkte.

21 Punkte von McCalebb

Die Belgrader hätten vor 14.768 Zuschauern im Palais Omnisports beinahe eine faustdicke Überraschung geschafft.

Das junge Team von Trainer Dusko Vujosevic kämpfte sich nach 40:47-Rückstand im dritten Viertel ebenso zurück wie nach dem 62:65 rund 47 Sekunden vor Schluss.

Nach einem Dreier von Dusan Kecman und einem Korbleger des vor allem in der ersten Spielhälfte überragenden Bo McCalebb (21 Punkte) lagen die Serben vorn - bis Childress einflog.

Double-Double von Vesely

Der Small Forward war es auch, der mit vier verwandelten Freiwürfen in der Overtime die Weichen auf Sieg stellte.

Doch der 20-jährige Tscheche Jan Vesely, der 13 Punkte, zehn Rebounds, vier Assists und zwei abgeblockte Würfen verbuchte, brachte Partizan auf 75:77, Aleksandar Rasic per Dreier auf 78:79 heran.

Teodosic, der einzige Serbe bei Olympiakos, behielt allerdings an der Linie viermal die Nerven und erhielt den Roten die Chance auf den zweiten Euroleague-Titel.

Barca mit zwei Zwischenspurts

Diese Chance hat auch der 2003-Sieger Barcelona, der Moskau erstmals seit 2005 den Finaleinzug verwehrte.

ZSKA startete zwar mit 11:4, kassierte dann aber elf Zähler in Folge. Und im zweiten Viertel riss Barca das Heft mit einem 10:0-Lauf zum 27:19 endgültig an sich.

Nach der Halbzeit kamen die Russen nur noch einmal - durch Anton Ponkraschows Korbleger zum 46:49 - auf drei Punkte heran.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel