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Albas Power Forward Ansu Sesay hat auch schon NBA-Erfahrung gesammelt © getty

Nach vier langen Jahren startet ALBA Berlin wieder in der Euroleague. Als erster Gegner wartet gleich ein dicker Brocken.

Berlin - Die Albatrosse fliegen wieder in der Königsklasse durch Europa: Für den deutschen Basketball-Meister Alba Berlin endet am Donnerstag mit dem Euroleague-Auftakt gegen den italienischen Vizemeister Lottomatica Rom eine Leidenszeit.

Nach vier Jahren im zweitklassigen ULEB-Cup betreten die Berliner wieder das Parkett, das ihren eigenen Ansprüchen genügt.

"Wir können es kaum erwarten. Das waren harte vier Jahre für uns, und alle scharren jetzt entsprechend mit den Hufen. Wir sind unendlich glücklich über die Rückkehr in die Euroleague", sagte ALBA-Geschäftsführer Marco Baldi, der mit den Albatrossen trotz der schwachen internationalen Auftritte in den vergangenen Jahren hohe Ziele verfolgt: "Wir wollen uns mittelfristig unter den 15 besten Teams Europas etablieren."

Schwere Gruppe

Der anvisierte Sprung in die TOP-16-Runde dürfte für den Bundesliga-Spitzenreiter schon in dieser Saison angesichts der namhaften Gegner schwierig werden.

Neben Rom sind Spaniens Meister Tau Vitoria, der türkische Champion Fenerbahce Istanbul, der spanische ULEB-Cup-Gewinner Joventut Badalona mit Ex-Albatross Jan Jagla und der slowenische Meister Olimpija Ljubljana die Kontrahenten. Nur die besten Vier erreichen die nächste Runde.

National ist Alba sportlich und finanziell eine Macht, doch im höchsten europäischen Wettbewerb müssen sich die Berliner hinten anstellen. Mit einem geschätztem Etat von 7,5 Millionen Euro ist der Klub Schlusslicht in der Gruppe C.

Achtelfinale als Riesenerfolg

"Für uns und den deutschen Basketball wäre es ein Riesenerfolg, wenn wir den Sprung in die TOP-16 schaffen. In dieser schweren Gruppe müssen wir jede Möglichkeit, die sich bietet, nutzen", erklärte Baldi. Um die nächste Phase zu erreichen, rechnet der Alba-Manager mit fünf notwendigen Siegen.

Dabei setzt Baldi besonders auf den Heimvorteil in der neuen Multifunktionsarena am Berliner Ostbahnhof, in der auch das Final-Four-Turnier im Mai 2009 ausgetragen wird.

Für das Spiel gegen die starken Römer, die mit dem 19 Jahre alten US-High School-Star Brandon Jennings antreten, sind bereits mehr als 10.000 Tickets verkauft.

Das bedeutet für Alba einen Rekordbesuch auf europäischer Ebene, da den Korac-Cup-Gewinn 1995 "nur" 10.000 Zuschauer in der Deutschlandhalle live miterlebten.

Europaliga-Debüt für Pavicevic

Auch für Alba-Trainer Luka Pavicevic ist Start der internationalen Saison etwas ganz Besonderes. Der Serbe führte das legendäre Team von Jugoplastika Split als Spielmacher in den Jahren 1989 bis 1991 dreimal zum Titel.

Als Trainer ist es für Pavicevic hingegen der erste Auftritt in der Eliteklasse. "Dass nun die besten Mannschaften Europas nach Berlin kommen, ist die Belohnung für die Arbeit der letzten Saison. Mit Rom kommt gleich ein exzellentes Team zu uns, das neben Tau und Fenerbahce für mich zu den Favoriten der Gruppe gehört", sagte der Alba-Coach.

Kann Alba in dieser Gruppe bestehen? Jetzt mitdiskutieren!

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