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ALBA-Superstar Julius Jenkins muss in der Halbzeit passen © getty

Ein Auftakterfolg in der Euroleague nach Maß: ALBA fährt nach dem Sieg über Rom gestärkt nach Istanbul. Aber es gibt ein Problem.

Berlin - Als der Auftaktsieg in der Euroleague für ALBA Berlin nach vier Jahren Abwesenheit perfekt war, strahlten die Macher des deutschen Basketball-Meisters um die Wette.

"Das war der berühmte Auftakt nach Maß - ein perfekter Abend", sagte Geschäftsführer Marco Baldi nach dem verdienten 68:63-Erfolg in der Königsklasse gegen den italienischen Vizemeister Lottomatica Rom.

Auch Sportdirektor Henning Harnisch war die Zufriedenheit deutlich anzusehen. "Das war ein großartiger Sieg. Schöner kann man nicht starten", erklärte der ehemalige Nationalspieler und verwies auf die "gute Grundlage", die sich das Team für die nächsten Wochen in der Königsklasse erarbeitet hätte.

Baldi blickte bereits auf das zweite Spiel der Albatrosse am kommenden Donnerstag beim türkischen Champion Fenerbahce Istanbul: "Mit dem Sieg fährt es sich jetzt ganz anders nach Istanbul. Bei einer Niederlage hätten wir schon mit dem Rücken zur Wand gestanden."

Rebound-Duell gewonnen

Dass sich der Bundesliga-Spitzenreiter gegen die favorisierten Gäste aus Italien in der engen Partie letztendlich durchsetzen konnte, lag vor allem an der vorbildlichen Einstellung.

"Jeder Ball, der auf den Boden fiel, war unser. Daran erkannte man unsere Bereitschaft", meinte Baldi.

Harnisch verwies dagegen auf das mit 38:22 klar gewonnene Rebound-Duell: "Das drückt unseren Willen und unseren Kampfgeist aus."

Jenkins mit allergischer Reaktion ausgefallen

Auch von einem zwischenzeitlichen 31:40-Rückstand und dem Ausfall von Topspieler Julius Jenkins, der in der zweiten Hälfte wegen einer starken allergischen Reaktion in der Kabine bleiben musste, ließ sich das Team von Trainer Luka Pavicevic nicht verrückt machen.

"Das ist eine unserer Qualitäten. Wir bleiben ruhig und konzentriert, auch wenn Gegner gerade einen Lauf hat", erklärte Center Adam Chubb, der mit 12 Punkten hinter Topscorer Immanuel McElroy (17 Zähler) zweitbester ALBA-Profi war.

"Ich möchte meiner Mannschaft gratulieren, weil sie selbstsicher, hungrig und hart genug war, um diesen Sieg einzufahren. Darauf hat Alba einige Jahre gewartet", sagte Pavicevic sichtlich zufrieden.

Lob an die Fans

Um die anvisierte TOP-16-Runde zu erreichen, wünschte sich der Serbe nun so viele weitere "Siege wie möglich".

Einen wichtigen Beitrag zum Erfolg leisteten auch die 12.491 Zuschauer, die in der Arena am Ostbahnhof für einen Berliner Europapokal-Rekordbesuch sorgten.

Flügelspieler Casey Jacobsen war von der guten Stimmung jedenfalls restlos begeistert: "Ich weiß nicht, ob ich in meiner Karriere schon vor besseren Fans gespielt habe."

Baldi begeistert

Auch Baldi war angetan: "Das Publikum hat uns getragen. Mit dieser Unterstützung gehen viele Dinge leichter. Man hat gespürt, dass viele ausgehungert waren", erklärte der ALBA-Manager.

Er fügte mit einem Lächeln an: "Es fühlt sich großartig an, wieder in der Euroleague zu sein."

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