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Derrick Allen wechselte zu neuen Saison von den Frankfurt Skyliners zu ALBA Berlin © imago

Auch wenn die Saison noch ruht: Gegen Chorale Roanne haben sich die Berliner den Einzug in die zweite Quali-Runde fest vorgenommen.

Von Rainer Nachtwey

München/Berlin - Dass es nicht unbedingt das schlechteste war, was ALBA Berlin im vergangenen Jahr nach dem Scheitern in der Qualifikation für die Euroleague ereilte, wissen die Klubverantwortlichen.

"Uns hat es ins Endspiel des Eurocups geführt", sagt Marco Baldi bei SPORT1.

Dennoch zählt für ALBAs Geschäftsführer vor dem Duell mit dem französischen Konkurrenten Chorale Roanne nur der Einzug in die zweite Quali-Runde.

"Wir werden natürlich versuchen, uns für die Euroleague zu qualifizieren", sagt Baldi.

Pavicevic stapelt tief

Doch vor dem Duell am Dienstagabend (20.30 Uhr Uhr) stapelt der Coach tief.

"Wir haben uns zwar bereits einiges erarbeitet. Gemessen an der Bedeutung der jetzt kommenden Spiele sehe ich uns jedoch noch nicht dort, wo wir dafür sein sollten", weiß Luka Pavicevic den aktuellen Stand der Vorbereitung einzuschätzen.

Selbstvertrauen sollte die Mannschaft vor dem Duell mit dem letztjährigen Dritten der französischen Meisterschaft genug haben. (DATENCENTER: Die Euroleague)

Zwei Siege in der Vorbereitung

In der Vorbereitung gewannen die Berliner zuletzt beide Aufeinandertreffen mit dem slowenischen Euroleague-Vertreter Olimpija Ljubljana mit 80:76 und 71:70.

Chorale Roanne hingegen musste zuletzt drei Niederlagen gegen Liga-Konkurrenten ASVEL Lyon (53:73), Orleans (51:59) und Gravelines (73:82) hinnehmen.

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Nationalspieler Sven Schultze, der bei der WM in der Türkei pausierte, schätzt die Chancen dennoch realistisch ein.

Schultze sieht 50:50-Chance

"Roanne ist sicherlich kein leichter Gegner. Sie sind in der gleichen Situation wie wir. Ich würde von einer 50:50-Chance sprechen", meint der Rückkehrer.

Assistenztrainer Konstantin Lwowsky hat den Gegner genauestens analysiert.

"Ihr Point Guard Alex Gordon ist sehr schnell, sehr aggressiv. Er ist von Außen nicht unbedingt konstant gefährlich. Aber wenn er gut in ein Spiel startet, kann er auch sechs, sieben Dreier treffen", sagt Lwowsky.

ALBA Neuzugang Allen warnt

Und auch ALBAs Neuzugang Derrick Allen weiß, wie man den Gegner aufhalten kann.

"Wir müssen ihr Inside-Game unterbinden, ihren Center und ihren Power Forward abmelden", sagt der ehemalige Frankfurter.

"Power Forward Dylan Page ist ein sehr guter Werfer, der für seine freien Würfe hart arbeitet", sagt Lwowsky.

Starkes Tandem Page-Nsonwu

Mit dem athletischen Center Uche Nsonwu bildet der Amerikaner ein starkes Tandem. Beide spielen bereits seit der letzten Saison gemeinsam für Roanne.

Allen will dem Gegner jedoch nicht so große Beachtung schenken. Vielmehr verweist er darauf, sich auf die eigenen stärken zu konzentrieren.

"Unsere Mannschaft besteht aus einer idealen Mischung aus Speed und Power. Das müssen wir ausspielen", sagt der Forward.

Erst auswärts ein Vorteil?

Gleiches hält auch Julius Jenkins fest: "Wir müssen das einfache Spiel durchziehen. Darauf sollten wir uns konzentrieren. Wir dürfen nicht schon jetzt an das zweite Spiel denken."

Für das Rückspiel am Sonntag sieht der Berliner Guard ALBA im Vorteil: "Es sicherlich gut, das Rückspiel zu Hause zu haben. Wir versuchen, das erste Spiel zu gewinnen oder zumindest eng zu halten, um im zweiten den Heimvorteil zu nutzen."

An eine Niederlage denkt Nationalspieler Lucca Staiger nach der enttäuschenden WM nicht.

Großes Selbstbewusstein

Vielmehr ist er vom Team überzeugt: "Wir gehen in jedes Spiel, um es zu gewinnen. Egal, gegen wen es geht. Mit der Mannschaft können wir jedes Spiel gewinnen."

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