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Deutsche Nationalspieler unter sich: Lucca Staiger (r.) und Yassin Idbihi © imago

ALBA ist nach dem Kraftakt im Rückspiel gegen Roanne weiter im Rennen um die Euroleague. Nun wartet "ein harter Brocken".

Von Julian Meißner

München - Aufatmen in der Hauptstadt: ALBA Berlin ist nach einem Kraftakt weiter im Rennen ums große Basketball-Geschäft.

Mit dem verdienten 95:82 (48:44)-Sieg im Rückspiel gegen den französischen Klub Chorale Roanne am Freitag zogen die Berliner in die zweite Qualifikationsrunde zur Euroleague ein, wo sie nun auf die Serben von Hemofarm Vrsac treffen.

"Wir haben in einer psychologisch schwierigen Situation ein starkes Spiel gezeigt", sagte Trainer Luka Pavicevic: "Wir haben gut reagiert und unser Spiel durchgezogen."

Das Hinspiel hatte der achtmalige Deutsche Meister noch mit sieben Zählern verloren. Und auch im zweiten Vergleich vor 9602 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof taten sich die "Albatrosse" zunächst enorm schwer, lagen schnell mit 5:11 zurück.

Entscheidender Zwischenspurt

"Anfangs haben wir gesehen, wie unangenehm dieser Gegner ist", sagte Teammanager Mithat Demirel: "Wichtig war, dass wir ruhig geblieben sind."

Erst als ALBA seine Fehlerquote verringerte und Top-Scorer Julius Jenkins (23 Punkte) aufdrehte, lief es langsam für das Heim-Team.

Die Franzosen blieben zwar bis kurz nach der Halbzeit dran, doch im dritten Viertel setzte sich ALBA entscheidend ab - vor allem dank eines 12:0-Runs mit vier Dreiern durch Hollis Price, zweimal Lucca Staiger und Jenkins.

73:55 hieß es nach dem dritten Abschnitt, die Partie war im Grunde entschieden.

Price lobt Defensive

Zwar wurde es beim 93:82 eine Minute vor Spielende noch einmal kurz eng, aber Price zeigte sich sicher an der Freiwurflinie und verteidigte die Führung seines Teams.

"Wir haben besser verteidigt als im Hinspiel", analysierte Price, dämpfte aber zugleich die Erwartungen: "Wir haben noch viel Arbeit vor uns."

Am Dienstag haben die Berliner im Hinspiel gegen Hemofarm Vrsac zunächst Heimrecht, bevor am Freitag das Rückspiel in Serbien steigt.

Der Gegner sei ein "harter Brocken", meinte Nationalspieler Staiger zur nächsten Hürde auf dem Weg in die lukrative Euroleague: "Die Serben sind alle gute Basketballer.?

Wiedersehen für Pavicevic

Für Pavicevic, der um den am Knie verletzten Sven Schultze bangen muss, wird es ein Wiedersehen mit alten Bekannten: Er trainierte Vrsac in der Saison 2005/2006.

In der zweiten Quali-Runde wird auch wieder Manager Marco Baldi zuschauen können, der am Freitag nicht in der Halle war.

Der ALBA-Geschäftsführer wurde in Bamberg auf der Jahreshauptversammlung ins Beko-BBL-Präsidium gewählt.

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