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Immanuel McElroy (r.) stand mit ALBA in der letzten Saison im Finale des Eurocups © imago

ALBA muss für die Euroleague-Quali ein Team mit dem Namen einer Comic-Figur aus dem Weg räumen. Frankfurt hofft auf ein Wunder.

Von Eric Böhm

München - ALBA Berlin hat nur noch eine Hürde zu überwinden. Das Aushängeschild des deutschen Basketballs steht kurz vor dem Erreichen der Euroleague.

In der dritten und letzten Qualifikationsrunde tritt das Team von Trainer Luka Pavicevic zunächst beim belgischen Titelträger Spirou Charleroi (20.30 Uhr) an. Das Rückspiel steigt am Sonntag in Berlin.

Die "Albatrosse" - im vergangenen Jahr in der zweiten (und damals letzten) Runde gescheitert - sollten den Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen. Denn auch wenn die Belgier den Namen einer bekannten Cartoon-Figur - ein Abenteurer in Hotelpagen-Uniform - tragen, ist mit dieser Truppe nicht zu spaßen. (DATENCENTER: Die Euroleague)

Das musste auch das Starensemble von Unics Kazan erfahren. Die Russen scheiterten nämlich völlig überraschend in der zweiten Qualifikationsrunde an Charleroi.

Auch Charleroi musste zittern

Ähnlich wie ALBA gegen Vrsac, zogen die Belgier mit einem Dreier in der Schlusssekunden in die nächste Runde ein. Spirous Julius Jenkins war dabei Guard Chris Hill.

Neben Hill werden die deutschen Basketball-Fans vor allem auf einen alten Bekannten achten müssen. Demond Mallet, der 2005 mit Bamberg Deutscher Meister wurde, kümmert sich um den Spielaufbau der Wallonen. Auch Forward Brian Greene ist deutschen Fans bekannt: Er spielte wie auch Mallet früher in Köln.

Unter dem Korb räumt der inzwischen 37-Jährige Andre Riddick auf. Der Amerikaner ist immerhin der ewige Rekordhalter in Rebounds, Blocks und Steals im Eurocup.

Der ALBA-Coach warnt folglich auch vor der Qualität dieses Gegners: "Sie haben vielseitige und athletische Spieler, die sehr schnell und aggressiv agieren, sich viele gute Eins-gegen-eins-Situationen erarbeiten und den Gegner beim Pick Roll mit ungewöhnlichen Ideen überraschen", sagte Pavicevic.

Der Spiroudome ist berüchtigt

Die Zuschauer werden es ALBA aber auch nicht leicht machen. Die Stimmung im Spiroudome von Charleroi ist bei Auswärtsteams gefürchtet.

Pavicevic erwartet einen echten Hexenkessel: "Da sitzen die Zuschauer sehr dicht am Spielfeld und können dementsprechend Einfluss auf das Spiel nehmen."

Es werden bis zu 6000 Fans in die Halle strömen. Der größte Teil von ihnen wird das Heimteam frenetisch anfeuern. "In dieser hitzigen Umgebung wird es für uns doppelt wichtig sein, kühlen Kopf zu bewahren", ist sich der Coach der Hauptstädter sicher.

Frankfurt hofft auf "Wunder von Istanbul"

Ungleich schwerer haben es die Deutsche Bank Skyliners bei ihrem Versuch, in den Eurocup einzuziehen.

Nach der 61:68-Hinspiel-Heimpleite gegen Besiktas Istanbul müssen die Frankfurter in der nicht minder hitzigen Atmosphäre in der Türkei (18.30 Uhr) zwingend einen höheren Auswärtssieg schaffen.

Der finnische Skyliners-Forward Kimmo Muurinen setzt seine Hoffnungen dabei auf die nachverpflichteten Jermaine Bucknor und Bradley Buckman:

"Für uns ist es eine unheimlich wichtige Sache, dass der Kader jetzt komplett ist. Man muss ja bedenken, dass wir beim Hinspiel mit Marius und mir lediglich zwei große Spieler dabei hatten. Das hatte uns wehgetan. Doch jetzt haben wir genügend große Leute für eine gute Rotation."

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