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Bamberg freut sich auf das erste Euroleague-Heimspiel seit Januar 2008 © getty

Zur Heimpremiere fordert Bamberg den Euroleague-Vize Piräus. Ein Team-USA-Schreck und ein NBA-Routinier sind neu bei den Roten.

Von Michael Spandern

München - Gleich zur Heimpremiere bekommen die Brose Baskets den wohl exquisitesten Leckerbissen serviert.

Nach der Auftaktpleite in Rom haben die Bamberger am Mittwoch (ab 19.55 Uhr live im TV auf SPORT1+) den Euroleague-Vize Olympiakos Piräus, zugleich Krösus der Königsklasse, zu Gast in der Stechert-Arena.

Während für die Franken das Überstehen der Gruppe B bereits eine hohe Hürde darstellt, geht es für die Roten aus dem Athener Vorort nur um eins: den Titel.

Dafür hat der ewige Zweite nicht nur Center Radoslav Nesterovic, nach sieben Jahren, 811 Spielen und einem Titel (2005 mit den San Antonio Spurs) zurück aus der NBA geholt.

Zwei Überläufer aus Athen

Zudem bewegten die milliardenschweren Mäzene Georgios und Panayiotis Angelopoulos Vassilis Spanoulis, Vize-Weltmeister von 2006, vom Lokalrivalen Panathinaikos Athen zum Überlaufen.

Ex-Rockets-Akteur Spanoulis, der bei den Welttitelkämpfen im Halbfinale gegen die USA mit 22 Punkten Matchwinner war, soll in den nächsten drei Spielzeiten 7,5 Millionen kassieren.

Nicht wesentlich günstiger dürfte der Euroleague-MVP 2007, Theodoros Papaloukas, sein. Zusammen mit dem aktuellen MVP Milos Teodosic bilden sie das namhafteste Spielmacher-Terzett außerhalb der NBA.

Bouroussis wirft hin

Allerdings war die Vorbereitung von Olympiakos alles andere als geregelt: Wegen des Streiks der Spieler, die sich gegen ausstehende Gehälter und mangelnden Versicherungsschutz wehren, musste der Saisonstart um eine Woche verschoben werden.

[kaltura id="0_2p002xxm" class="full_size" title="Fehlstart für die Bamberger"]

Als es dann am Samstag auf Drängen der Liga endlich losging, setzten fast alle Klubs nur Ausländer und Nachwuchsakteure ein.

Anders Piräus, das mit allen Stars die Rumpftruppe von Aris Saloniki besiegte und anschließend als Streikbrecher beschimpft wurde. Center-Ass Ioannis Bourousis, zugleich Vizepräsident des Spielergewerkschaft, trat von seinem Posten zurück, da er den Streik für "den falschen Weg" hält.

Fleming will keine Fast-Breaks von Piräus

Trotz allem dürften die Griechen, bei denen mit Matt Nielsen auch Australiens Kapitän anheuerte und mit Marko Keselj ein früherer Teamkollege von Tibor Pleiß zu Kölner Zeiten im Kader steht, eine unlösbare Aufgabe für die Brose Baskets sein.

"Olympiakos gehört aus meiner Sicht zu den drei besten Teams in Europa", sagt Trainer Chris Fleming. "Um eine Chance zu haben, müssen wir unsere Fehlerquote im Angriff so gering wie möglich halten. Der Schlüssel für mich ist aber definitiv, ihre Schnellangriffe zu verhindern."

Dabei setzt er auf die bekannt frenetischen Fans: "Unser fantastisches Publikum ist immer für ein paar Punkte gut."

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