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Bambergs Brian Roberts (r.) war Top-Scorer der Partie gegen Olympiakos Piräus © imago

Auf die Sensation folgen in Bamberg Lobpreisungen für Spieler und Fans. Piräus erkennt die Überlegenheit des BBL-Champions an.

Von Marcus Giebel

München - Die Party in "Freak City" begann schon vor der Schlusssirene.

Noch während sich das hochgelobte Starensemble von Olympiakos Piräus gegen die nicht mehr zu vermeidende Niederlage stemmte, kochte die Stimmung unter den 6800 Zuschauern in der ausverkauften Bamberger Arena über. Das Spielende ging im Trubel der Fans nahezu unter.

Es war der Auftakt zur großen Sause nach dem nicht für möglich gehaltenen 73:61 (34:28)-Sieg der Brose Baskets im ersten Euroleague-Heimspiel gegen den letztjährigen Finalisten.

Auch Coach Chris Fleming wusste hinterher, welche Rolle der sechste Mann gespielt hat: "Zunächst möchte ich unseren Fans danken. Sie haben uns unglaubliche Unterstützung gegeben als wir sie gebraucht haben."

"Brian war überragend"

Der Held auf dem Parkett war einmal mehr Brian Roberts, der den Franken schon am Samstag beim 60:58 in der Beko BBL gegen die Artland Dragons national den Nimbus der Unbesiegbarkeit bewahrt hatte.

"Brian hat heute seine Qualitäten als Spieler gezeigt. Er war überragend", lobte da auch der aufgrund der Power und Spielfreude seines Teams begeisterte Trainer.

23 Zähler standen am Ende auf Roberts' Habenseite. Der Umjubelte selbst fasste sich mit seiner Analyse kurz: "Wir haben aus dem Spiel in Rom gelernt."

Sieg als Geburtstagsgeschenk

Das 65:83 vor Wochenfrist beim italienischen Vertreter Virtus Rom war auch bei Fleming noch immer im Kopf: "Nach der Auftaktniederlage hat es die Mannschaft geschafft, sich in nur einer Woche an das körperbetonte Spiel in der Euroleague anzupassen."

Manager Wolfgang Heyder dankte Team und Trainer für "ein tolles nachträgliches Geschenk zu meinem 54. Geburtstag" und sprach zugleich von "unserem besten Spiel seit Ewigkeiten".

Auch die mit hängenden Köpfen aus der Halle schleichenden Stars des griechischen Top-Teams zollten verbal Beifall.

Griechen erkennen Unterlegenheit an

"Wir haben nicht sehr clever gespielt, deshalb geht der Sieg für Bamberg vollkommen in Ordnung", gab Trainer Dusan Ivkovic unumwunden zu.

Kapitän Theodoros Papaloukas betonte: "Ich würde nicht sagen, dass wir die Bamberger unterschätzt haben. Sie hatten zu Hause nichts zu verlieren, haben über 40 Minuten intensiv verteidigt und am Ende auch verdient gewonnen."

Viele Experten schienen den Deutschen Meister dafür vor dem Spiel völlig unterschätzt zu haben. Fleming jedenfalls rief die Ausgangsposition noch einmal ins Gedächtnis.

Nun nach Gießen und gegen Charleroi

"Im Vorfeld war die Hoffnung vieler, nicht mit 30 Punkten zu verlieren", gab der 40-Jährige zu Bedenken, um gleich nachzulegen: "Aber wir haben von Anfang an an den Sieg geglaubt und ihn mit einer außergewöhnlichen Wurfquote realisiert."

Mit dieser Leistung sollte auch im nächsten internationalen Auftritt gegen Spirou Basket Charleroi einiges drin sein. Die Fans in der heimischen Arena werden am nächsten Mittwoch sicher wieder ihren Teil zu einem rauschenden Fest beitragen.

Zunächst wartet auf das Fleming-Team aber das Ligaspiel bei den LTi Giessen 46ers am Sonntag (ab 17 Uhr LIVESCORES).

Dann soll die Tabellenführung ausgebaut werden. Die Hoffnungen ruhen dabei erneut auf Brian Roberts.

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