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Bamberg gelang gegen Piräus in der Euroleague ein Überraschungserfolg © getty

Die Brose Baskets wollen gegen Charleroi die nächste Euroleague-Party feiern. Ein Ex-Bamberger könnte Spielverderber werden.

Von Eric Böhm

München - Die Brose Baskets Bamberg sind momentan eines der heißesten Teams in Europa.

In der Beko BBL sind die Franken ungeschlagener Tabellenführer (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle) und in der Euroleague gelang in der vergangenen Woche der Sensations-Coup gegen Topfavoriten Olympiakos Piräus.

Gegen den noch sieglosen ALBA-Bezwinger Spirou Charleroi (ab 20.30 Uhr live auf SPORT1+) wollen sie in "Freak City" den nächsten Sieg feiern.

Dabei soll die Stechert-Arena wieder zum großen Trumpf des Teams werden.

Piräus-Sieg soll vergoldet werden

Gegen den belgischen Serienmeister soll der Piräus-Triumph vergoldet werden, dann wäre der Einzug in die nächste Runde plötzlich in Reichweite.

Chris Fleming ist sich der Bedeutung des Spiels absolut bewusst.

"Unsere Gruppe ist relativ ausgeglichen, aber um weiterzukommen, muss man die Heimspiele gewinnen. Eine eigene Niederlage würde uns in die schwierige Lage bringen, wieder gegen eines der großen Teams gewinnen zu müssen. Für Charleroi würde die Situation bei einer Niederlage schon sehr schwer", sagte der Head Coach.

Keine Witzfiguren

Die Belgier, die den Namen einer bekannten Cartoon-Figur - ein Abenteurer in Hotelpagen-Uniform ? tragen, sind dennoch alles andere als Witzfiguren.

Das kann Bambergs BBL-Konkurrent ALBA Berlin bestätigen.

Die Albatrosse wähnten sich nach einer knappen Auswärtsniederlage schon fast in der Euroleague, mussten sich dann in Berlin aber mit einem 70:70-Unentschieden begnügen und schieden aus.

Die Bamberger sollten also gewarnt sein.

Mallet kehrt zurück

Die Fans der Brose Baskets können derweil einen alten Bekannten begrüßen.

Demond Mallet, der 2005 mit Bamberg Deutscher Meister wurde, kümmert sich um den Spielaufbau der Wallonen.

Auch Forward Brian Greene ist deutschen Fans bekannt: Er spielte wie auch Mallet früher in Köln.

SPORT1-Experte Ademola Okulaja sieht die Stärke Charlerois allerdings auf den großen Positionen: "Charleroi hat gute Leute unter dem Korb, die auch sehr beweglich sind", sagt Okulaja in seiner Kolumne.

Schlechte Erinnerungen an Charleroi

Damit ist vor allem der inzwischen 37-Jährige Andre Riddick gemeint. Der Amerikaner ist immerhin der ewige Rekordhalter in Rebounds, Blocks und Steals im Eurocup.

Er ist auch der einzige Spieler, der das bislang letzte Aufeinandertreffen schon mitgemacht hat.

Im Eurocup der Saison 2008/2009 mussten sich die Bamberger mit 65:84 geschlagen geben.

Pedrag Suput war damals mit 19 Zählern der Topscorer der Franken.

Roberts ? der bessere Mallet

Der neue Mallet der Brose Baskets ist Brian Roberts. Der 25-Jährige spielte am College für die Dayton Flyers und hatte gegen Olympiakos eine Sahne-Tag.

Der Aufbauspieler setzte seine Mitspieler immer wieder gekonnt in Szene und war mit 23 Punkten Topscorer der Partie.

Auf ihn wird es auch gegen Spirou ankommen.

Erfahrung könnte Ausschlag geben

Für Okulaja sind die erfahrenen Spieler der Schlüssel zu Bambergs Erfolg.

"Suput oder Jacobsen sind natürlich auch überragende Einzelspieler, die ein Team führen können", sagte der ehemalige Nationalspieler.

Das wird gegen Charleroi auch vonnöten sein.

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