vergrößernverkleinern
Zonenwühler Kyle Hines traf sieben seiner neun Feldwürfe und zog vier Fouls © imago

Die Brose Baskets beweisen beim Endspurt gegen Charleroi mentale Stärke. Coach Chris Fleming benennt gleich fünf Matchwinner.

Bamberg - Die Basketball-Riesen des deutschen Meisters Brose Baskets Bamberg mischen Europa weiter auf.

Nach dem überzeugenden 79:69-Erfolg gegen den belgischen Champion Spirou Charleroi darf der ungeschlagene Tabellenführer der Beko BBL auf den Einzug in die Top-16-Runde der Euroleague hoffen.

"Das ist das Ziel. Unsere Gruppe ist relativ ausgeglichen, aber um weiterzukommen, muss man die Heimspiele, zumal gegen einen direkten Konkurrenten, gewinnen", sagte Bambergs Trainer Chris Fleming. "Wenn wir weiterkommen wollen, sind aber noch mindestens zwei weitere Siege notwendig."

Hines nicht zu halten

Der Erfolg war für den Amerikaner Kopfsache: "Die Mannschaft wirkt mental sehr stark, gerät in engen Situationen nicht in Panik, das ist derzeit ein Trumpf für uns." Die Franken verloren nur achtmal den Ball, versiebten nur drei ihrer fünfzehn Freiwürfe.

Auch die Heimstärke der Franken ist beeindruckend. Sieben Spiele gab es in dieser Saison in eigener Halle, bei allen verließen die Bamberger das Feld als Sieger.

In der vergangenen Woche gab es den überraschenden Erfolg gegen den letztjährigen Finalisten Olympiakos Piräus (73:61), nun wurde Charleroi unter anderem dank der 16 Punkte von Kyle Hines, der auch vom rund 20 Zentimeter größeren puertorikanischen Nationalcenter Daniel Santiago nicht zu halten war, und eines 14:0-Laufs zu Beginn des Schlussviertels in die Schranken gewiesen.

Diesmal Business as usual

Damit liegt Bamberg in der Tabelle der Gruppe B mit 2:1 Siegen direkt hinter den ungeschlagenen Römern, die allerdings am Donnerstag in Piräus antreten.

Wurden nach dem ersten Erfolg in der Königsklasse gegen Olympiakos noch extra T-Shirts gedruckt, verzichten die Bamberger diesmal auf so eine Aktion.

Mannschaft und Verein bleiben auf dem Boden der Tatsachen. "Wir bleiben krasser Außenseiter", sagt Manager Wolfgang Heyder zur Lage in der Königsklasse.

Charleroi mit schlechten Karten

Dennoch hat sich das Team eine gute Ausgangsposition erarbeitet. In der Sechsergruppe mussen die Franken zwei Mannschaften hinter sich lassen, um eine Runde weiterzukommen. "Für Charleroi wird die Situation durch die Niederlage schon sehr schwer", sagte Fleming.

Neben Hines glänzten in seiner Mannschaft auch Reyshawn Terry (15), Predrag Suput (13) und Casey Jacobsen (12).

Fleming machte gleich fünf Matchwinner aus: "Tibor Pleiß und Reyshawn Terry haben uns nach der Halbzeit im Spiel gehalten, im letzten Viertel war es die Führungsstärke von John Goldsberry sowie Casey Jacobsens Scoring, die uns den Sieg brachten. Auch Kyle Hines, dessen Spielweise in Europa einfach nicht oft zu finden ist, war wichtig für uns."

Die Bamberger freuen sich jetzt auf die Begegnung beim Top-Klub Real Madrid am 11. November. Auch in Spanien wollen die Bamberger weiter für Furore sorgen.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel