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Brian Roberts (r.) erzielt in der Euroleague pro Spiel 15,8 Punkte © imago

Die Brose Baskets stehen vor dem ersten Endspiel der Saison. Gegen Malaga sollen die Zuschauer der entscheidende Faktor sein.

Von Rainer Nachtwey

München/ Bamberg - Müdigkeit nach dem unglücklich verlorenen Thriller in Madrid? Nicht bei den Brose Baskets Bamberg. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Der deutsche Double-Gewinner bewies beim deutlichen 105:84-Sieg in Tübingen, dass die Mannschaft in ausgezeichneter Verfassung ist.

Und die wird die Truppe von Chris Fleming erneut abrufen müssen, wenn es am Donnerstag im fünften Euroleague-Spiel gegen den spanischen Vertreter Unicaja Malaga (Do., ab 20.15 Uhr LIVE auf SPORT1+) geht.

Malaga-Partie als "Schlüsselspiel"

Das Heimspiel gegen die Iberer wird für Bambergs Sportkoordinator Volker Stix ein "Schlüsselspiel".

Denn der Klub aus Andalusien gilt als einer der beiden Konkurrenten um die Plätze drei und vier hinter den Ausnahmeklubs Olympiakos Piräus und Real Madrid in der Gruppe B.

"Mit den zwei Siegen aus den ersten vier Spielen haben wir uns eine hervorragende Ausgangsposition erarbeitet, die es die es in den beiden direkt aufeinander folgenden Heimspielen gegen Malaga und Rom auszubauen gilt", sagt Stix.

Heyder: "Madrid spielerisch dominiert"

Dass die unglückliche 81:83-Niederlagein Madrid bei den Brose Baskets Spuren hinterlassen hat, glauben die Beteiligten nicht.

Vielmehr ziehen die Franken Kraft und Selbstvertrauen aus der laut Manager Wolfgang Heyder "besten Saisonleistung".

"Die Mannschaft hat ein tolles Spiel gemacht. Wir haben Real über weite Strecken auch spielerisch dominiert", meint Heyder.

Auch SPORT1-Experte Stephan Baeck erwartet eher einen positiven Effekt von der Niederlage in Madrid: ""Man kann natürlich nicht sagen: Jetzt haben sie zu Hause Piräus geschlagen, da schlagen sie auch Malaga. Aber die Leistung ? auch in Madrid ? macht Mut."

Schiedsrichter als Zünglein an der Waage

Die Benachteiligung durch die Schiedsrichter in der Schlussphase der Verlängerung ist längst vergessen.

Die Referees hatten die Bamberger acht Sekunden vor Schluss um einen Dreier gebracht, der den Gästen die 82:81-Führung beschert hätte. Die Schiedsrichter hatten Brian Roberts Versuch von hinter der Dreier-Linie nur als Zwei-Punkte-Wurf gewertet.

Baeck rät dazu, die Schiedsrichter künftig durch gute Leistungen auf seine Seite zu ziehen.

"Es wird darauf ankommen, die Intensität der vergangenen Spiele in Defensive und Offensive erneut an den Tag zu legen. Dann sehen auch die Schiedsrichter, dass Bamberg ein Team ist, das guten Basketball spielt, und respektiert werden sollte."

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Malagas Star fehlt

Gegen Malaga erwartet Fleming eine "extrem erfahrene Mannschaft", die allerdings auf ihren Starspieler verzichten muss. Der ehemalige Braunschweiger Terrell McIntyre fällt aufgrund einer Fußverletzung bis Jahresende aus.

Dennoch braucht sich die Starting Five der Andalusier nicht verstecken. Sie besteht aus zwei Weltmeistern und zwei NBA-Draftees, allerdings gehört sie mit vier Ü-30-Spielern auch nicht mehr zu den jüngsten.

Schlechte Erinnerungen an Blakney

An Aufbauspieler Roderick Blakney haben die Bamberger schlechte Erinnerungen.

Der 34 Jahre alte Nationalspieler Bulgariens erzielte in der Runde der letzten 16 im Eurocup für Panellinios Opap gegen die Brose Baskets in Bamberg 18 Punkte.

Mit den Flügelspielern Berni Rodriguez und Carlos Jimenez stehen zwei sehr gefährliche Schützen von Außen in der ersten Fünf.

Kapitän Rodriguez wurde in der vierten Partie gegen Virtus Rom nach seiner 24-Punkte-10-Assist-Gala zum Spieltags-MVP gekürt.

Pluspunkt Bamberger Fans

Power Forward Joel Freeland, 2006 von den Portland Trail Blazers gedraftet, ist mit 16,5 Punkten Malagas bester Korbjäger.

Center Robert Archibald bringt die Erfahrung von 44 NBA-Spielen mit.

Gegen Unicaja bauen Coach Fleming und Manager Heyder wieder auf die Unterstützung des Bamberger Publikums.

"Unsere Fans haben uns immer fantastisch unterstützt. Das ist ein riesiger Vorteil für uns und ist immer für Punkte gut", sagt der Amerikaner.

Und Heyder fordert im "ersten Endspiel der Saison": "Die Halle muss brennen."

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