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Kyle Hines (l.) hat mit 13 Jahren mit dem Basketballspielen angefangen © imago

Das Spiel gegen Rom ist für Bamberg von immenser Bedeutung. Die Bankspieler sind gefragt, Dreierwürfe müssen verhindert werden.

Von Marcus Giebel

München - Die Erinnerungen an das Team aus der "Ewigen Stadt" sind nicht die besten.

Dreimal trafen die Brose Baskets bisher in der Euroleague auf Lottomatica Rom. Jede Partie endete mit einer deutlichen Niederlage für die Franken.

Diese schwarze Bilanz muss beim vierten Vergleich (ab 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) enden, will der BBL-Champion das Achtelfinale der Euroleague erreichen.

Mit jeweils zwei Siegen und drei Niederlagen liegen beide Klubs in der Gruppe B gleichauf - jedoch nur auf den Rängen vier und fünf.

Fleming: "Großen Schritt gehen"

Angesichts dieser Ausgangsposition unterstreicht Coach Chris Fleming die Bedeutung des Rückrunden-Auftakts: "Wir können einen extrem großen Schritt in Richtung Achtelfinale gehen."

Abwegig erscheint das trotz des 65:83 aus dem Hinspiel keinesfalls. Schon in Rom war für die Bamberger gegen den Euroleague-Sieger von 1984 mehr drin.

Lediglich ein desaströses drittes Viertel (10:24) und fehlendes Zielwasser - nur drei von 17 Dreipunktewürfen fanden ihr Ziel - brachen dem Fleming-Team das Genick.

Giachetti trifft von außen fast alles

So sprach auch der Coach von einer "unnötigen Niederlage". Zumal die Italiener von außen sensationell jeden zweiten ihrer 22 Würfe im Korb versenkten.

"Wir müssen dringend ihre guten Außenschützen stoppen", mahnt Co-Trainer Arne Woltmann daher vor dem Rückspiel gegen die zuletzt dreimal unterlegenen Italiener. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Zu denen zählt er neben Nihad Djedovic und Luigi Datome vor allem Jacopo Giachetti, der kürzlich beim 83:74 im Ligaspiel gegen Benetton Treviso vier von fünf Dreiern traf.

Ebenfalls zu beachten ist Center Andrea Crosariol, der bislang starke 6,6 Rebounds pro Partie sammelte.

[kaltura id="0_54p9ty11" class="full_size" title="Unn tige Niederlage f r Brose Baskets"]

Zweimal NBA-Power

Zudem stehen zwei Ex-NBA-Profis im Aufgebot von Coach Matteo Boniciolli. Darius Washington lief 18mal für die San Antonio Spurs auf, Charles Smith trug neben dem Spurs-Trikot unter anderem auch das der Miami Heat.

Und Smith hat in Europa schon Erfolge gefeiert. Mit Real Madrid gewann er 2007 den Titel in Spanien und den ULEB-Cup, zwei Jahre zuvor war er beim italienischen Klub Scavolini Pesaro mit 20,6 Punkten Topscorer der Euroleague.

Auch im Hinspiel drehte "The Spider" auf, war mit 16 Punkten bester Werfer seines Teams. Zwölf seiner Zähler erzielte der 35-Jährige von jenseits der Dreipunktelinie.

Fleming gibt daher als Marschroute aus: "Unser Ziel muss sein, ihre schnelle Ballbewegung zu stören und sie nicht zu freien Würfen kommen zu lassen."

Roberts ohne Fehl und Tadel

Und in der Offense Brian Roberts und Kyle Hines in eine gute Wurfposition zu bringen. Um das 65:69 gegen Unicaja Malaga vergessen zu machen und den dritten Sieg im vierten Heimspiel einzufahren.

Denn das US-amerikanische Duo gehört zu den besten Scorern der "Königsklasse". Roberts liegt mit einem Schnitt von 15,2 Punkten auf Rang sechs, Hines ist mit 15 Zählern pro Partie einen Platz dahinter.

Unter allen Bankspielern bilden sie in der Statistik sogar die Doppelspitze. Roberts hat zudem von der Freiwurflinie bei 17 Versuchen noch eine Weiße Weste.

Terry trifft auf zwei Ex-Kollegen

Hines, der im Hinspiel mit 20 Punkten glänzte, kennt die Römer besonders gut: Er spielte in den vergangenen beiden Jahren für deren Ligarivalen Prima Veroli.

Für weitere Insider-Tipps ist Reyshawn Terry gut. Der 26-Jährige war in der Saison 07/08 gemeinsam mit Washington für Aris Thessaloniki aktiv, in der Vorsaison war er Teamkollege von Djedovic beim spanischen Klub Xacobeo Oradoiro.

Nun trifft er sie also erstmals in seiner neuen Wahlheimat wieder. Und "Freak City" ist bereit - für den Klub ist es das wichtigste Spiel der bisherigen Saison.

Deja-vu für Rom?

Das Endspiel um den vierten Platz. Gegen den Euroleague-Stammgast, der zum fünfen Mal nacheinander in der "Königsklasse" dabei ist.

Im Vorjahr scheiterte Rom in der Vorrunde an den punktgleichen Israelis von Maccabi Tel Aviv - wegen eines mickrigen Zählers im direkten Vergleich.

Die Brose Baskets hätten nichts dagegen, wenn es in diesem Jahr ähnlich endet.

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