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Bambergs Kyle Hines (l.) spielte in der NBA Summer League für die New Orleans Hornets © imago

Bamberg ist in Charleroi zum Siegen verdammt. Beim Wiedersehen mit einem Ex-Akteur könnte es im Spiroudome frostig werden.

Von Hardy Heuer

München - Es ist ein Alles-oder-Nichts-Spiel für die Brose Baskets Bamberg - und eines mit Frostbeulen-Gefahr (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Mit nur zwei Siegen aus fünf Partien steht das Team von Chris Fleming beim belgischen Vertreter Spirou Charleroi (ab 20.25 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+) mit dem Rücken zur Wand.

"Die Mannschaft, die verliert, ist aus dem Rennen", erklärte der Bamberger Coach. Dass sich seine Mannschaft im Spiroudome von Charleroi durchsetzen wird, steht für ihn jedoch außer Frage.

"Wir haben Charleroi zuhause mit zehn Punkten geschlagen, und wir werden auch dort gewinnen", machte er unmissverständlich klar.

Heizung streikt

Das müssen sie womöglich bei Eiseskälte bewerkstelligen.

Die Heizung im Spiroudome machte nämlich am Wochenende schlapp und auch am Montag wurde bei frostigen Temperaturen trainiert.

Charlerois Forward Brian Greene zog sich daraufhin eine Erkältung zu, soll jedoch bis zum Spiel wieder fit sein.

Bamberg auf "Augenhöhe"

SPORT1-Experte Stephan Baeck glaubt trotz aller Vorzeichen an einen Erfolg der Bamberger:

"Gegen Charleroi erwarte ich einen Sieg. Bamberg hat in diesem Jahr bewiesen, dass es zu Recht in der Euroleague steht. Die Mannschaft war in der Lage zwei große Teams zu bezwingen und befand sich bei den Niederlagen gegen Madrid und Rom auf Augenhöhe."

Die letzten vier Partien gingen jedoch alle verloren, nun müssen aus drei Spielen drei Siege her.

"Trotz der schmerzlichen Niederlagen werden die Spieler in den verbleibenden Partien sicherlich noch mal alles versuchen. Wenn sie die nächsten beiden Spiele gewinnen, könnte es gegen Malaga zu einem kleinen Endspiel kommen", meinte Baeck.

Wiedersehen mit Mallet

Gegner Charleroi befindet sich in derselben Situation. Auch die Belgier haben erst zwei Siege auf ihrem Konto und drohen auszuscheiden.

Topscorer Demond Mallet will Revanche für die Hinspiel-Niederlage in Bamberg nehmen.

"Ich glaube, das wird ein ganz intensives Spiel, in dem diesmal wir den Heimvorteil besitzen", erklärte der ehemalige Bamberger.

Von 2004 bis 2006 trug Mallet das Trikot der Brose Baskets und avancierte zum Publikumsliebling.

Nun trifft er wieder auf sein Ex-Team und hat bereits den Siegesplan. "Wir müssen Tibor Pleiß und Kyle Hines vom Brett weg halten und gut verteidigen, dann werden wir hoffentlich gewinnen", sagte er.

Stars geschont

Bei Bamberg gehen die Topstars fit in die Partie.

Fleming schonte in der Liga beim 71:65-Auswärtserfolg bei Phoenix Hagen seine Stars und ließ von den Startern nur John Goldsberry deutlich über zwanzig Minuten spielen.

Fleming sorgte vor, dass die Bamberger "keine Ausrede für das Spiel in Charleroi haben. Wir brauchen 40 Minuten Konzentration, aber wir werden bereit sein."

Brian Roberts, siebtbester Scorer der bisherigen Euroleague-Saison, gibt sich kämpferisch und glaubt an den Einzug in die Top 16. "Wir werden nicht aufgeben und bis zum Ende kämpfen", machte der Guard klar.

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