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Kyle Hines (M.) und die Brose Baskets beenden die Euroleague als Letzter © imago

Trotz letztem Platz in der Euroleague ziehen die Brose Baskets Bamberg ein positives Fazit. Das nächste Highlight wartet bereits.

Bamberg - Sie applaudierten höflich dem Publikum, so richtig zum Jubeln war den Spielern der Brose Baskets Bamberg nach dem 82:77 (37:31)-Coup gegen das Starensemble von Real Madrid aber nicht zumute.

Der Erfolg über den 30-maligen spanischen Meister hatte noch einmal unterstrichen, wie leichtfertig der deutsche Meister den Sprung in die Top-16-Runde der Euroleague verspielt hat.

Bamberg hielt mit den Spitzenteams nicht nur mit, Bamberg dominierte, aber Bamberg ist draußen.

"Meine Mannschaft hat heute Abend Charakter gezeigt, obwohl es um nichts mehr ging, abgesehen vom Stolz auf diesen Sieg", sagte Trainer Chris Fleming nach dem Sieg vor ausverkauftem Haus.

Weiterkommen gegen die "Kleinen" verspielt

Schon vor dem Spiel hatte das vorzeitige Aus der Franken in der Vorrunde festgestanden, entsprechend groß war die Enttäuschung - trotz des Prestigeerfolgs.

"Es ist natürlich traurig, dass es jetzt vorbei ist", erklärte Tibor Pleiß geknickt. Das vorzeitige Scheitern fand der Nationalspieler nach dem Sieg gegen die "Weißen Riesen" besonders bitter.

Schließlich habe man im Wettbewerb "zwei richtige Weltklasse-Teams geschlagen", so Pleiß.

Vor dem Coup gegen Madrid hatte Bamberg in eigener Halle bereits den letztjährigen Finalisten Olympiakos Piräus besiegt, Niederlagen leisteten sich die Bamberger gegen die vermeintlich schwächeren Gegner - und dies meist in der Schlussphase.

[kaltura id="0_dg1g6mo0" class="full_size" title="Vers hnlicher Abschluss"]

"Haben gezeigt, dass wir hier hingehören"

"Das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich habe sehr viel gelernt, auch auf diesem Niveau zu bestehen", resümierte Pleiß, und auch Fleming bemühte sich, das Positive mitzunehmen. "Wir haben ein paar sehr, sehr gute Spiele in der Euroleague gehabt. Wir haben gezeigt, dass wir hier hingehören", sagte der Amerikaner.

Der Coach machte klar, dass der sportlich wertlose Sieg gegen die Spanier keinesfalls unbedeutend war: "Es war sehr wichtig für unsere Jungs, ein gutes Spiel hinzulegen."

Aus hat wirtschaftliche Konsequenzen

Das sportliche Aus in der Euroleague hat für die Bamberger natürlich auch wirtschaftliche Konsequenzen.

"Die zweite Runde hätte uns sicherlich 200.000 Euro gebracht. Es wird uns nicht ins Mark treffen, aber ärgerlich ist es trotzdem", sagte Manager Wolfgang Heyder, fand für die Vorstellung gegen Madrid aber nur lobende Worte: "Hut ab vor der Mannschaft".

Die Bamberger, die zwischenzweitlich mit 15 Punkten führten und in Predrag Suput (21 Zähler) ihren besten Werfer hatten, haben keine Zeit, der verpassten Chance lange nachzutrauern.

Spitzenspiel vor der Brust

Schon am Samstag erwartet der ungeschlagene Tabellenführer in der Beko BBLden Ex-Meister und Tabellenvierten ALBA Berlin (ab 20 Uhr LIVE im TV bei SPORT1) .

"Es ist geil, jetzt gegen Berlin zu spielen", fiebert Pleiß dem Spitzenspiel entgegen. Auch Coach Fleming freut sich auf das Duell, in dem der 14. Sieg im 14. Saisonspiel winkt: "Wir freuen uns auf die Herausforderung".

Auf das nächste Highlight auf europäischem Parkett werden die Bamberger aber etwas länger warten müssen.

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